
Er sei gefoltert, gedemütigt und Zeuge unzähliger Morde geworden, sagte der Schauspieler und Komiker bei einer Veranstaltung der KZ-Gedenkstätte. Dass er diesen Wahnsinn überlebt habe, sei ein Wunder. Hermann Kerkeling war als katholischer Kommunist drei Jahre im KZ Buchenwald eingesperrt. Sein Enkel rief dazu auf, weiter an die Verbrechen des NS-Regimes zu erinnern. Ein Schlussstrich unter die Erinnerungen wäre der Schlussstrich unter unsere Demokratie.
An der Veranstaltung nahm auch Kulturstaatsminister Weimer teil. Seine Rede wurde mehrfach durch Parolen und Gesang gestört. Weimer steht wegen der Absage des Deutschen Buchhandlungspreises in der Kritik. Gedenkstättenleiter Wagner beklagte eine zunehmende politische Instrumentalisierung des Gedenkens.
Im Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar waren fast 280.000 Menschen inhaftiert, mehr als 56.000 wurden ermordet oder starben aufgrund der Bedingungen dort. Unter den Häftlingen waren Juden, Roma, politische Gegner der Nazis und Zwangsarbeiter aus Osteuropa.
Diese Nachricht wurde am 12.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
