Wissenschaft im Brennpunkt / Archiv 27.09.2015

Harmlos bis krebserregendDas Unkrautgift Glyphosat vor der NeuzulassungVon Christiane Knoll

Beitrag hören Ein Landwirt fährt mit einer Dünger- und Pestizidspritze über ein Feld mit jungem Getreide nahe Neuranft im Oderbruch (Brandenburg). (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)Ein Landwirt fährt mit einer Dünger- und Pestizidspritze über ein Feld mit jungem Getreide nahe Neuranft im Oderbruch (Brandenburg). (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)

Die Neuzulassung schien fast schon in trockenen Tüchern, doch dann meldeten sich Experten mit einem Verdacht zu Wort: Ist das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat krebserregend? Wahrscheinlich, urteilt die IACR. Die Internationale Agentur für Krebsforschung ist eine Unterorganisation der WHO, ihr Verdacht wiegt schwer.

Immerhin ist Glyphosat heute das meistverkaufte Herbizid der Welt. Wenn zum 31. Dezember die Zulassung für die Europäische Union ausläuft, wäre das die Gelegenheit, das Gift von unseren Äckern zu verbannen. Doch für die turnusmäßige Neubewertung hat die EU Deutschland als Berichtsland auserkoren, und die deutschen Experten meinen belegen zu können, dass von dem Stoff kein relevantes Risiko ausgeht. Zwei Instanzen, zwei Urteile: Wie können ausgewiesene Fachleute zu so unterschiedlichen Einschätzungen kommen? Und was soll die EU nun mit den widersprüchlichen Aussagen anfangen?

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