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Hasskommentare im Netz"Das ist Dreck, der gehört in die Mülltonne"

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt (dpa / picture-alliance / Maurizio Gambarini)
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt (dpa / picture-alliance / Maurizio Gambarini)

Der politische Druck auf die Sozialen Medien wegen der steigenden Zahl an Hasskommentaren nimmt zu. Mit ungewohnt scharfen Worten hat Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt die fremdenfeindlichen Einträge auf Facebook, Twitter und Co. angeprangert.

In ihrem Video-Beitrag verliest Göring-Eckardt auch Hasskommentare, die an sie gerichtet sind. Dieser Dreck - Zitat - der in die Mülltonne gehöre, sporne sie an. Sie werde sich nicht klein kriegen lassen. Die Aktion sei stellvertretend auch für viele Flüchtlingshelfer, die sich öffentlich nicht wehren könnten, sagte Göring-Eckardt. Sie selbst gehe kompromisslos gegen Hasstiraden vor und stelle sofort Strafanzeige. Zugleich forderte die Grünen-Fraktionschefin Facebook auf, gegen fremdenfeindliche Einträge vorzugehen und diese zu löschen. Der Druck auf den Konzern müsse erhöht werden. Sie habe keine großen Erwartungen an das für kommende Woche geplante Treffen zwischen Bundesjustizminister Maas und Facebook-Managern, betonte Göring-Eckhardt.

 Allgemein wächst der Druck der Politik auf Facebook und andere Soziale Medien, berichtet DLF-Korrespondentin Christiane Habermalz: Im Streit um die Löschung von rassistischen Hasskommentaren und Drohungen hat sich auch die Bundeskanzlerin eingeschaltet:  "Wenn Menschen unter ihrem Namen in den Sozialen Netzwerken Volksverhetzung betreiben, muss nicht nur der Staat agieren, sondern auch das Unternehmen Facebook sollte gegen diese Parolen vorgehen", sagte Angela Merkel der "Rheinischen Post". Auch die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt kritisierte das soziale Netzwerk für seine Untätigkeit. Sie selber erhalte regelmäßig Hasstiraden und stelle mittlerweile jedes Mal Strafanzeige, erzählte sie im ARD-Morgenmagazin.

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