Montag, 06. Dezember 2021

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Heidelberger Künstlerinnenpreis 2020"Klang ist Bewegung"

Seit 1987 fördert der von Roswitha Sperber initiierte "Heidelberger Künstlerinnenpreis" komponierende Frauen der Gegenwart. Im Februar 2020 Jahr wurde er zum 29. Mal verliehen. Im Konzert des Philharmonischen Orchesters Heidelberg erklang ein Werk der diesjährigen Preisträgerin Bettina Skrzypcak.

Am Mikrofon: Egbert Hiller | 15.06.2020

Links hält eine Frau einen Blumenstrauß in der Hand, rechts von ihr stehen zwei Herren im Anzug mit Mikrofon in der Hand, einer davon hält eine Ansprache. Im Hintergrund ist ein Orchester im Ausschnitt zu sehen.
Preisverleihung am 19. Februar 2020 in Heidelberg (Susanne Reichardt) (Susanne Reichardt)
Der heute von der Stadt getragene Heidelberger Künstlerinnenpreis ist eine Auszeichnung von besonderer Strahlkraft. Es ist der einzige Kulturpreis, der sich ausschließlich an komponierende Frauen der Gegenwart richtet. Die Liste der Preisträgerinnen liest sich heute wie ein Who‘s who der Neuen Musik - in 2020 wurde sie mit der polnisch-schweizerischen Komponistin Bettina Skrzypczak fortgeschrieben.
Utopische Klänge
Klang ist für Bettina Skrzypczak vor allem Bewegung – auch im übertragenen Sinne, und in ihrem Orchesterstück "Initial" von 2007 spürt sie zukunftsweisenden Orchesterklängen nach. Aber auch die anderen Urheber des 5. Philharmonischen Saisonkonzerts wirkten in ihrer Zeit jeweils bahnbrechend: Joseph Haydn, György Ligeti und Robert Schumann. Von ihnen erklangen ein wegweisendes Trompetenkonzert, schrille Arien und eine große Sinfonie.
Bettina Skrzypczak
Initial
Joseph Haydn
Konzert für Trompete und Orchester Es-Dur Hob. VII:1
György Ligeti
"Mysteries of the Macabre"
Robert Schumann
Symphonie Nr.2 C-Dur op. 61
Jeroen Berwaerts, Trompete
Philharmonisches Orchester Heidelberg
Leitung: Joseph Bastian
Aufzeichnung vom Medienpartner Deutschlandfunk vom 19. Februar 2020 in der Aula der Neuen Universität Heidelberg
Diese Sendung ist nach Ausstrahlung 30 Tage lang anhörbar.