Montag, 09.12.2019
 
Seit 06:00 Uhr Nachrichten
StartseiteSternzeitEin großer Astronomie-Vermittler07.10.2019

Hermann MuckeEin großer Astronomie-Vermittler

Gut drei Jahrzehnte lang war Hermann Mucke Leiter des Planetariums der Stadt Wien im Prater und der Urania-Sternwarte. Seit dem Jahr 2000 lebte er im Ruhestand, gab aber weiterhin die Zeitschrift "Der Sternenbote" heraus.

Von Dirk Lorenzen

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Hermann Mucke in der Urania-Sternwarte 1981 (Hans Bernhard)
Hermann Mucke in der Urania-Sternwarte 1981 (Hans Bernhard)

Das monatlich erscheinende Heft gab es seit dem Jahr 1958. Es erfreute sich vor allem bei Amateurastronomen großer Beliebtheit. Im "Sternenboten" wurden aktuelle Themen aus Astronomie und Raumfahrt behandelt, etwa Chinas Mondprogramm. Eine wichtige Rolle spielten Beobachtungsberichte, wie vom überraschenden Ausbruch der Draconiden im vergangenen Jahr.

Infos zu Sonnenaktivität, Kometen, Finsternissen

Informationen zur Sonnenaktivität, aktuelle Positionsangaben für sichtbare Kometen und Tipps für die Beobachtung von Finsternissen oder von Überflügen der ISS rundeten das Heft im A5-Format ab.

Hermann Mucke leitete jahrzehntelang das Planetarium im Wiener Prater (Zeiss)Hermann Mucke leitete jahrzehntelang das Planetarium im Wiener Prater (Zeiss)

Hermann Mucke hat sich sehr für den Sterngarten in Wien-Liesing eingesetzt, am Rande des Wienerwalds. Dort weisen verschiedene Säulen, Treppen und Markierungen im Boden unter anderem auf besondere Auf- und Untergangspunkte der Sonne hin. In diesem Freiluft-Planetarium schlug der begeisternde Redner viele Male das Publikum in seinen Bann.

Mucke bleibt als Asteroid unvergessen

Am 12. März ist Hermann Mucke im Alter von 84 Jahren gestorben. Die Zeitschrift "Der Sternenbote" wurde eingestellt.

Mucke hat zahllose Menschen astronomisch inspiriert. Zudem bleibt er als Asteroid unvergessen. Das Objekt mit der Nummer 7074 trägt den Namen Muckea – ganz klassisch in weiblicher Form, wie es bis vor etwa 100 Jahren bei Asteroiden üblich war.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk