World Vision Deutschland
Hilfswerk warnt vor langfristigen Auswirkungen des Kriegs auf ukrainische Kinder

Vier Jahre nach der russischen Invasion warnt das Hilfswerk World Vision Deutschland vor langfristigen Auswirkungen auf die Entwicklung kriegsbetroffener ukrainischer Kinder. Die Co-Vorstandschefin des Hilfswerks, Janine Lietmeyer, sagte im Deutschlandfunk, für viele Kinder sei keine Routine mehr möglich. Hinzu käme die Sorge um Väter an der Front und andere Familienmitglieder.

    Ukrainische Kinder und ihre Betreuer bei einem Bastel-Workshop in der Stadt Lwiw.
    Ukraine: Im Kriegsalltag wird versucht, den Kindern Lernangebote und spielerische Aktivitäten anzubieten. (Archivbild) (picture alliance / Anadolu / Olena Znak)
    Kinder in der Ukraine litten häufig an emotionalem Stress. Laut dem Hilfswerk UNICEF hat jedes fünfte Kind dort seit Kriegsbeginn einen nahen Angehörigen oder Freund verloren. Lietmeyer erklärte zudem, die Schulbildung etwa werde mehrfach unterbrochen durch Luftalarme, die Energiekrise und häufige Ortswechsel.
    Trotz einer noch immer hohen Spendenbereitschaft für Hilfsorganisationen wie World Vision Deutschland sagte Lietmeyer außerdem, sie nehme eine gewisse Müdigkeit in der Unterstützung wahr.
    Das Büro des UNO-Hochkommissars für Menschenrechte ging zuletzt von etwa 15.000 zivilen Opfern in der ukrainischen Bevölkerung aus, darunter mindestens 700 Kinder.
    Diese Nachricht wurde am 24.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.