Sonntag, 14. August 2022

documenta
Historiker Mendel: Podiumsdiskussion zu Antisemitismusvorwürfen konstruktiv

Der deutsch-israelische Historiker Mendel zieht nach einer Podiumsdiskussion zur Aufarbeitung des Antisemitismus-Skandals um die Kunstausstellung "documenta" in Kassel ein positives Fazit. Mendel sagte im Deutschlandfunk, das Kuratorenkollektiv Ruangrupa habe erneut seine Dialogbereitschaft betont.

30.06.2022

    Der Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, Meron Mendel.
    Der Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, Meron Mendel. (picture alliance / dpa / Wolfgang Kumm)
    Laut Mendel soll ein Expertenteam die Gruppe und die documenta-Leitung nun beraten, um bestimmte Arbeit hinsichtlich antisemitischem Gehalt zu identifizieren. Es sei viel Porzellan zerbrochen worden, betonte der Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, die zu der Gesprächsrunde eingeladen hatte. Mendel verwies darauf, dass die kuratorische Arbeit der documenta im Vorfeld nicht geprüft worden sei. Jedes Museum tue dies, bevor es Kunstwerke ausstelle.
    Ein als antisemitisch eingestuftes Kunstwerk des indonesischen Kollektivs Taring Padi war nur wenige Tage nach dem Start der Ausstellung abgebaut worden. Bereits Monate zuvor hatte es Antisemitismus-Vorwürfe gegen Ruangrupa gegeben.
    Das vollständige Gespräch können Sie hier lesen (PDF).
    Diese Nachricht wurde am 30.06.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.