
Die Linke, die zuletzt elf Prozent erreichte, verzeichnet 9,0 Prozent. Die SPD kommt auf 9,0 Prozent und bleibt nahezu unverändert. Für die Grünen werden 8,6 Prozent hochgerechnet. Nicht erneut in den Landtag zieht die FDP ein, für die 2,3 Prozent erwartet werden - nach einst 6,4 Prozent. Das BSW wird in der Prognose bei 5,1 Prozent gesehen.
Ob die AfD eine absolute Mehrheit im Landtag erreicht, ist offen. Aktuell fehlen der Partei drei Sitze zur absoluten Mehrheit. Ebenso unklar ist, ob der bisherige Regierungschef Schulze eine neue Koalition ohne Beteiligung der AfD bilden könnte. Für eine Mehrheit gegen die AfD müssten CDU, SPD, Grüne und Linke - also sehr unterschiedliche politische Strömungen - in irgendeiner Form kooperieren. Die Linken-Spitzenkandidatin von Angern betonte, sie sei je nach Wahlergebnis bereit, auch einen CDU-Ministerpräsidenten in Magdeburg zu wählen. Auch die SPD signalisierte Bereitschaft, eine Koalition gegen die AfD zu bilden.
Rund 1,7 Millionen Menschen waren in Sachsen-Anhalt zur Stimmabgabe aufgerufen. 76,5 Prozent von ihnen machten davon Gebrauch. Bei der letzten Wahl waren es rund 60 Prozent. Der Ausgang und die Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt haben hohe politische Bedeutung, da erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg eine in dem Bundesland als gesichert rechtsextrem eingestufte Partei eine Landesregierung übernehmen könnte. Bislang regiert in Sachsen-Anhalt eine Koalition aus CDU, SPD und FDP.
Diese Nachricht wurde am 06.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



