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StartseiteDas KulturgesprächHochschulquartett: Droht eine Dominanz der Großforschungseinrichtungen?26.04.2013

Hochschulquartett: Droht eine Dominanz der Großforschungseinrichtungen?

Gefahr für das Gleichgewicht der Kräfte

Die außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland leisten viel und sorgen für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Seit 2006 gibt es dafür Geld aus dem Pakt für Forschung und Innovation. Bis 2015 kommen Großforschungsinstitute in den Genuss einer automatischen Mittelerhöhung von fünf Prozent.

Moderation: Michael Kröher, "manager magazin", Christian Floto, Deutschlandfunk

Großforschungs-einrichtungen als Bedrohung für die Universitäten? (Deutschlandradio -  Hendrik Maaßen)
Großforschungs-einrichtungen als Bedrohung für die Universitäten? (Deutschlandradio - Hendrik Maaßen)
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Sie entdecken Gendefekte in Mitochondrien, finden heraus, dass Psychopharmaka Tumorzellen töten und fordern gesundheitliche Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche. Die Wissenschaftler in den außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland leisten viel und sorgen für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. Seit 2006 gibt es dafür Geld aus dem Pakt für Forschung und Innovation, also vom Bund und von den Ländern. Bis 2015 kommen Einrichtungen wie die Großforschungsinstitute der Helmholtz-Gemeinschaft sowie die Einrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft oder der Fraunhofer-Gesellschaft jährlich in den Genuss einer automatischen Mittelerhöhung von fünf Prozent. Die Förderung liegt für die fünf Großforschungseinrichtungen mittlerweile bei insgesamt über sieben Milliarden Euro jährlich.

Doch der Pakt läuft 2015 aus, und die Bundestagswahl in diesem Jahr gilt als mögliche Wendemarke der außeruniversitären Forschung. Die üppig ausgestatteten Forschungseinrichtungen bringen sich derweil in Stellung und formulieren ihre Strategie für die Zukunft. "Helmholtz 2020" beispielsweise will eigene Großforschungsinstitute mit Universitäten verschmelzen, plant eine "Forschungspolitik aus einem Guss". Von den Hochschulen werden solche Strategien jedoch teilweise als Bedrohung und Beschneidung ihrer Forschungsautonomie empfunden. Die finanziell komfortabel ausgestatteten Forschungsgemeinschaften bieten Wissenschaftlern oft bessere Bedingungen als die Hochschulen. Droht eine Dominanz der Großforschungseinrichtungen?

Es diskutieren:

- Prof. Dietmar Harhoff, Vorsitzender der Expertenkommission Forschung und Innovation
- Prof. Dieter Lenzen, Präsident Universität Hamburg
- Prof. Josef Pfeilschifter, Vizepräsident Deutscher Hochschulverband
- Prof. Walter Rosenthal, Helmholtz-Gemeinschaft

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