Newsblog zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
Polizei spricht von ruhiger Lage trotz mehrerer unangemeldeter Demonstrationen

+++ Trotz mehrerer Demonstrationen spricht die Polizei von einer bislang ruhigen Lage in Sachsen-Anhalt.

    Dutzende Demonstranten haben sich vor dem Hauptbahnhof in Magdeburg versammelt. Viele tragen Banner aus dem linksextremen Milieu.
    Dutzende Demonstranten haben sich vor dem Hauptbahnhof in Magdeburg versammelt. Viele tragen Banner aus dem linksextremen Milieu. (picture alliance / dts-Agentur / dts Nachrichtenagentur GmbH)
    Das meldet der MDR. Demnach gab es unangemeldete Protest-Versammlungen etwa in Magdeburg und Halle. Um die Sicherheit bei der Landtagswahl zu gewährleisten, sind zahlreiche Polizisten im Einsatz. Hundertschaften aus Hamburg, Schleswig-Holstein, dem Saarland, Hessen, Bayern und Thüringen unterstützen ihre Kollegen in Sachsen-Anhalt.

    +++ Zum Nachmittag zeichnet sich eine deutlich höhere Wahlbeteiligung als 2021 ab.

    Um 16 Uhr lag die Wahlbeteiligung bei 65,3 Prozent, wie die Landeswahlleiterin in Magdeburg mitteilte. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren lag die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt bei 41 Prozent. Die Zahl beruht auf stichprobenartigen Rückmeldungen aus den repräsentativen Urnenwahlbezirken. Die Briefwahl ist noch nicht eingerechnet. 

    +++ Mehrere Spitzenkandidaten haben ihre Stimme abgegeben.

    Ministerpräsident Schulze von der CDU wählte am späten Vormittag in seinem Wohnort Magdeburg. Der Spitzenkandidat der AfD, Siegmund, gab in seiner Heimatstadt Tangermünde seine Stimme ab. SPD-Spitzenkandidat Willingmann hat in Wernigerode gewählt.

    +++ Der Ausgang der Wahl hat über das Bundesland hinaus politische Bedeutung und wird auch international verfolgt.

    Offiziell sind nach Angaben des Landtags in Magdeburg rund 70 für ausländische Medien tätige Reporter angemeldet. Außer aus Europa kommen sie unter anderem aus den USA, Kanada, China und Taiwan. Insgesamt wurden vor dem Wochenende rund 800 Journalisten akkreditiert.

    +++ Siemens-Chef Bruch hat vor der Wirtschaftspolitik der AfD gewarnt.

    Der Chef des Dax-Konzerns Siemens Energy sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Programm der Partei sei schlecht für den Wirtschaftsstandort Deutschland und greife teilweise demokratische Strukturen an. Bruch bedauerte, dass die Politik bisher keine Kompromisse gefunden habe, in denen sich der Großteil der Bevölkerung wiedergefunden habe. Das sei eine kritische Situation.
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    Diese Nachricht wurde am 06.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.