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Hooligans
"Fußball ist ideales Biotop für Radikalisierung"

Rechtsextreme Gruppen unter Fußballfans rufen zum Kampf gegen Salafisten auf, das berichtet der Journalist und Buchautor Olaf Sundermeyer im Deutschlandfunk. Islamfeindlichkeit sei im Fußball sehr stark vertreten.

Olaf Sundermeyer im Gespräch mit Jessica Sturmberg | 11.10.2014
    Fußballfans brennen eine Rauchbombe ab, davor ist ein Mann mit Megafon zu sehen.
    Fußball ist laut Olaf Sundermeyer das ideale Biotop für die Radikalisierung von jungen Menschen (picture-alliance / dpa / Marcus Brandt)
    Es bestehe die Gefahr, dass durch das brutale Vorgehen der IS in Syrien und im Irak die Toleranz gegenüber rechtsextremen Gruppierungen größer sei als es sonst wäre, weil Salafisten als das noch größere Übel angesehen würden. Zwar seien "Hooligans gegen Salafisten" noch eine kleine Gruppierung, aber sie könnten mehr Zulauf erhalten auch von Menschen, die eigentlich weniger radikal eingestellt seien.
    Salafisten - das noch größere Übel
    Der Fußball sei dabei das ideale Biotop für die Radikalisierung von jungen Menschen und das wichtigste Rekrutierungsfeld für die rechtsradikale Szene. Der Prozentsatz islamfeindlicher Menschen, dürfte unter Fußballfans weitaus hörer sein, schätzte der Buchautor und Journalist ein. Darüber würden aber keine gesicherte wissenschaftliche Studien existieren. Trotz ihrer multikulturellen Gesellschaft seien auffällig wenig Türken oder Araber in den Stadien in München, Berlin, Köln oder Dortmund anzutreffen.
    Das Gespräch können Sie bis zum 11. April 2015 nachhören.