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StartseiteSternzeitDer Satellit und die Kornkreise09.09.2019

Hübsche Aufnahmen von Sentinel-ZweiDer Satellit und die Kornkreise

Um die Erde kreisen Dutzende Satelliten, die für wissenschaftliche und kommerzielle Zwecke die Oberfläche überwachen. Das Copernicus-Programm von ESA und EU ist bei der Erdbeobachtung weltweit führend.

Von Dirk Lorenzen

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Die Kreisfelder in Ägypten im Jahr 2018 (NASA)
Die Kreisfelder in Ägypten im Jahr 2018 (NASA)

Die Bilder enthalten zahlreiche Informationen über die Nutzung der Landmassen, das Abholzen oder Aufforsten von Wäldern, die Expansion von Städten, die Verschmutzung von Gewässern und so weiter.

Häufig sind die Fotos zudem sehr ästhetisch – und manchmal sogar recht kurios. Das gilt zum Beispiel für die runden Felder, die vielerorts in Bereichen zu erkennen sind, die landwirtschaftlich intensiv genutzt werden.

Kreisförmige bewässerte Felder in Saudi-Arabien 2015 (ESA/EU)Kreisförmige bewässerte Felder in Saudi-Arabien 2015 (ESA/EU)

Europas Satellit Sentinel-2 hat kürzlich solche Felder in Ägypten aufgenommen. Der Staat, dessen Landmassen zu 95 Prozent Wüste  sind, braucht viele bewässerte Felder. Es ist technisch am einfachsten, eine Anlage zur Verteilung von Wasser immer im Kreis um einen festen Punkt in der Mitte des Feldes laufen zu lassen. So entstehen in der Wüste Felder mit rund 800 Metern Durchmesser: riesige grüne Kreise.

Sie verändern ihr Aussehen je nach Stand des Wachstums der Pflanzen. Die vielen dunklen Kreisen auf hellem Grund erinnern auf den ersten Blick an den Spieleklassiker Reversi, bei dem runde Steine verschiedener Farbe zum Einsatz kommen.

Die Sentinel-Aufnahmen wurden mit alten Fotos der US-amerikanischen Landsat-Satelliten kombiniert. So ist aus der Umlaufbahn bestens zu verfolgen, wie in den letzten 20 Jahren die Zahl der Kornkreise in der Wüste deutlich zugenommen hat.

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