Naher Osten
Human Rights Watch: Israel hat weißen Phosphor im Libanon eingesetzt - Militär dementiert

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat Israel vorgeworfen, bei einem Angriff auf ein Wohngebiet im Südlibanon vergangene Woche weißen Phosphor eingesetzt zu haben.

    In den Bergen im Südlibanon steigt eine dichte Rauchwolke vom Boden auf.
    Israel soll bei Angriffen auf den Libanon Phosphor eingesetzt haben (Archivbild). (AFP / RABIH DAHER)
    Man habe sieben Aufnahmen verifizieren und geografisch zuordnen können, heißt es in einem Bericht. Die Organisation spricht darin von schweren Folgen für Zivilisten. Abgesehen von tödlichen Folgen könnten die Brandeigenschaften von weißem Phosphor zu schweren Verletzungen führen, die lebenslanges Leid nach sich zögen.
    Die israelischen Streitkräfte teilten mit, der behauptete Einsatz von Granaten mit weißem Phosphor könne nicht bestätigt werden. Wie viele westliche Streitkräfte verfüge man aber auch über Rauchgranaten mit einem gewissen Anteil an weißem Phosphor. Deren Einsatz sei nach internationalem Recht zulässig. Weißer Phosphor entzündet sich durch den Kontakt mit Sauerstoff in der Luft und brennt so lange weiter, bis entweder nichts mehr übrig ist oder die Sauerstoffzufuhr unterbrochen wird.
    Diese Nachricht wurde am 09.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.