Folge des Iran-Kriegs
IEA: Wegen Hormus-Blockade werden Ölreserven im Rekordtempo angezapft

Die weltweiten Ölreserven nehmen wegen der Blockade der Straße von Hormus stark ab. Wie die Internationale Energieagentur - IEA - mitteilte, gingen die Lagerbestände seit Beginn des Iran-Krieges um etwa 250 Millionen Barrel zurück. Das entspricht etwa dem weltweiten Bedarf von zwei Tagen.

    Ein Techniker überprüft eine Öl-Pipline in den USA
    IEA: Welt-Ölvorräte schwinden dahin (dpa / picture alliance / U.S. Department of Energy)
    Die IEA geht davon aus, dass die Energiepreise in den kommenden Monaten hoch bleiben, selbst dann, wenn sich die USA und der Iran zeitnah auf eine Verhandlungslösung einigen sollten.
    Die Straße von Hormus wird als Reaktion auf die israelischen und
    US-amerikanischen Angriffe seit Wochen vom Iran blockiert. Durch die Meerenge wird normalerweise ein Fünftel der weltweiten Ölexporte verschifft.
    Um die Märkte zu beruhigen, hatten die 32 Mitgliedsländer der IEA im März die koordinierte Freigabe von 426 Millionen Barrel angekündigt - das entspricht mehr als einem Drittel ihrer strategischen Vorräte. Davon wurden inzwischen bereits rund 164 Millionen Barrel genutzt. "Das Tempo der Freigabe hat sich im April beschleunigt", erklärte die IEA.
    Die weltweite Ölnachfrage dürfte nach IEA-Schätzungen 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 420.000 Barrel pro Tag schrumpfen und 104 Millionen Barrel pro Tag erreichen. Dies sind 1,3 Millionen Barrel pro Tag weniger als die Prognosen vor dem Beginn des Kriegs in der Golfregion. Grund sind vor allem die hohen Preise.

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    Diese Nachricht wurde am 13.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.