Nach Tod von Blauhelmsoldaten im Libanon
Indonesien fordert Einhaltung des Völkerrechts

Nach dem Tod von drei Blauhelmsoldaten der UN-Mission Unifil im Südlibanon hat Indonesien die Einhaltung des humanitären Völkerrechts angemahnt. Die Sicherheit der Friedenstruppen müsse "oberste Priorität" haben, erklärte das Verteidigungsministerium in Jakarta.

    UNO-Friedenstruppen mit blauen Helmen an der libanesischen Grenze zu Israel. Im Vordergrund eine Flagge der Vereinten Nationen.
    Die Aufnahme von 2023 zeigt UNO-Friedenstruppen an der libanesischen Grenze zu Israel. (dpa / Marwan Naamani)
    "Alle Konfliktparteien werden dringend aufgefordert, das humanitäre Völkerrecht zu achten und die Sicherheit des Personals zur Friedenssicherung zu gewährleisten." 
    Am Sonntag war ein Blauhelmsoldat im Süden des Libanon bei der Explosion eines Geschosses getötet worden. Bei einem weiteren Vorfall gestern wurden bei einer Explosion in Bani Hajjan im Südlibanon zwei weitere Blauhelmsoldaten getötet. Dabei wurden Unifil zufolge zwei UN-Soldaten verletzt, einer von ihnen schwer.
    Der UN-Sicherheitsrat kommt deswegen heute auf Antrag Frankreichs zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen.
    Der Libanon wurde Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen. Damals feuerte die vom Iran unterstützte Hisbollah als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel ab. In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und schickte Soldaten über die Grenze. Nach Angaben des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz will die Armee im Libanon die Kontrolle über das Gebiet bis zum Fluss Litani übernehmen.
    Die Unifil ist seit Jahrzehnten zwischen Israel und dem Süden des Libanon im Einsatz. An der Mission sind auch rund 200 Bundeswehrsoldaten beteiligt, die die libanesische Seegrenze überwachen und libanesische Marine-Soldaten ausbilden.

    Weiterführende Informationen

    Über die aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg halten wir Sie auch in einem Newsblog auf dem Laufenden.
    Diese Nachricht wurde am 31.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.