Donnerstag, 30. Juni 2022

Saxofonist Shauli Einav beim Jazzfestival Leibnitz 2021
Internationaler Jazz aus Israel

Lässiges Jonglieren mit Referenzen der modernen Jazztradition sind längst kein Privileg der US-amerikanischen Szene mehr. Der Auftritt des israelischen Shauli Einav-Quintetts in Leibnitz beweist das mit viel Spielfreude und Kompetenz.

Karsten Mützelfeldt | 10.05.2022

Ein Mann in braunem Hemd bläst Tenorsaxofon. Im Hintergrund spielt ein Mann Kontrabass. Der Bildhintergrund ist einheitlich pink.
Für Shauli Einav war der amerikanische Saxofonist Arnie Lawrence ein entscheidender Förderer. (imago images/Sven Thielmann)
Exzellente Jazzmusiker aus Israel sind in den letzten Jahren in der internationalen Szene präsent wie nie. Einer von ihnen ist der Tenor- und Sopransaxofonist Shauli Einav, der von Jerusalem zunächst nach New York, dann nach Paris zog und heute in Luxemburg zuhause ist.
Beim Jazzfestival Leibnitz in der Steiermark stellte der 39-Jährige im Rahmen des Länderschwerpunktes „Jazzisrael“ eine rein israelisch besetzte Formation vor, deren Mitglieder über die ganze Welt verteilt sind: Der Posaunist Yonathan Voltzok ist von New York zurück nach Israel gezogen, der Gitarrist Eran Har Even lebt in Amsterdam, Bassist Yoni Zelnik in Paris und Schlagzeuger Daniel Dor in Brüssel.

Zwischen alter Heimat und neuer Tradition

In der Musik der Band tauchen Anklänge an die alte Heimat auf, sie ist aber auch deutlich vom US-amerikanischen Jazz geprägt. Zum Repertoire in Leibnitz gehörten sowohl Stücke aus Einavs aktueller CD „Animi“ als auch neue Kompositionen, die seine Lust am Orchestrieren und Arrangieren aufzeigen.
Shauli Einav – Saxofon
Yonathan Voltzok – Posaune
Eran Har – Gitarre
Yoni Zelnik – Bass
Daniel Dor – Schlagzeug

Aufnahme vom 2. Oktober 2021, Jazzfestival Leibnitz (Österreich)