
Das erklärte laut Medieninformationen ein ranghoher Regierungsvertreter nach einer Sitzung des engeren Ministerkreises um Regierungschef Netanjahu. Auf Wunsch von US-Präsident Trump würden die Angriffe auf den Iran eingestellt. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür bisher nicht. Die Islamische Republik hatte Israel seit gestern Abend mehrfach beschossen, Israel reagierte mit Gegenschlägen.
Die Militärführung in Teheran nannte die iranischen Angriffe in einer Erklärung im staatlichen Rundfunk eine "schmerzhafte Antwort" auf die vorherigen Attacken Israels auf den Libanon. Bei diesen waren Vororte von Beirut getroffen worden, laut dem israelischen Militär ging es um Ziele der militant-islamistischen Hisbollah-Miliz. Diese wird vom Iran unterstützt.
Israel beschoss seinerseits Ziele in mehreren iranischen Regionen, laut iranischen Nachrichtengenturen sowohl im Süden, als auch im Nordwesten und in zentralen Teilen des Landes. Auch im Libanon soll es laut der staatlichen libanesischen Nachrichtenaentur erneut israelische Angriffe gegeben haben.
Sorgen vor Auswirkungen auf internationalen Energiemarkt
Die gegenseitigen Bombardierungen lösten international Besorgnis aus. Die EU-Außenbeauftragte Kallas und die britische Außenministerin Cooper warnten vor einer Eskalation und riefen dazu auf, wieder Verhandlungen zu führen.
Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums erklärte, man hoffe, dass sich alle Parteien wieder an den Waffenruhe hielten und eine diplomatische Lösung erreicht werde. Der indische Öl-Minister Singh Puri warnte vor den Folgen einer weiteren Eskalation für den internationalen Energiemarkt. Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte, man schaue mit Sorge auf die Situation, rechne aber vorerst nicht mit Versorgungsproblemen.
Der US-Botschafter im Libanon, Issa, bezeichnete den vorangegangenen israelischen Angriff auf Beirut als "politische Botschaft", betonte aber, US-Präsident Trup wolle dem Libanon helfen, die "Krise" im Land zu überwinden. Trump selbst teilte über die Platform Truth Social mit, finale Verhandlungen über den Frieden kämen voran. Israel und Iran müssten ihre Angriffe sofort einstellen.
Israel widersetzt sich offenbar Präsident Trump
Mit dem Angriff auf Ziele im Iran widersetzte sich Israel aber offenbar einer Aufforderung von Trump, auf eine Gegenattacke zu verzichten. Trump hatte gegenüber dem US-Nachrichtenportal "Axios" vorher die Rückkehr beider Seiten an den Verhandlungstisch verlangt.
Der iranische Außenamtssprecher Baghai sagte vor Reportern, die Regierung glaube nicht, dass Israel die Angriffe ohne Koordination mit den USA durchführen könne.
Weiterführende Informationen
Diese Nachricht wurde am 08.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
