Statistisches Bundesamt
Iran-Krieg treibt Inflationsrate im März auf 2,7 Prozent

Die durch ‌den ⁠Iran-Krieg stark ⁠gestiegenen Ölpreise schlagen sich in den Verbraucherpreisen in Deutschland nieder. Die Inflationsrate stieg im März ⁠auf ⁠2,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte. Das ist der höchste Wert seit Anfang 2024. Im Februar lag der Wert noch bei 1,9 Prozent.

    Ein Auto wird an einer Zapfsäule mithilfe eines Tankrüssels an einer Tankstelle betankt.
    Hohe Energiepreise treiben die Inflation an. (picture alliance / dpa / Silas Stein)
    ​Daten aus den ‌Bundesländern zufolge zogen vor allem die Preise für Kraftstoffe und Heizöl stark ‌an. Eine rasche Entspannung deutet sich auch einer Unternehmensumfrage nach nicht an, im Gegenteil: Deutlich mehr Firmen in Deutschland planen angesichts steigender Energiekosten durch den ​Iran-Krieg mit höheren Preisen. Wie das Ifo-Institut in München mitteilte, stieg der entsprechende Indikator um fünf Punkte auf den höchsten Wert seit 2023. Die gestiegenen Energiepreise dürften die Inflation in den kommenden Monaten weiter erhöhen. Besonders stark betroffen seien die Industrie sowie das Baugewerbe. Auch die konsumnahen Dienstleister, also zum Beispiel Gastronomie, Einzelhandel oder Gesundheit, erhöhten ihre Preiserwartungen kräftig.
    Der seit mehr als vier Wochen andauernde Krieg der USA und Israel gegen ‌den Iran ‌hat die Öl- und Gaspreise in die Höhe getrieben. Der Iran hat die Straße von ​Hormus weitgehend geschlossen. Über die Meerenge wurde zuvor ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs transportiert.
    Diese Nachricht wurde am 30.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.