Iran - USA
Iran zeigt sich laut US-Vizepräsident für den Besuch von Atom-Inspekteuren bereit - keine Bestätigung aus Teheran

Der Iran ist nach den Worten von US-Vizepräsident Vance grundsätzlich bereit, wieder Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Behörde in das Land zu lassen. Dies sei der erste Schritt zu einer endgültigen Beendigung des Atomwaffenprogramms im Iran, sagte Vance nach dem Ende der ersten Verhandlungsrunde in der Schweiz. Er zog eine positive Bilanz.

    Vizepräsident JD Vance spricht in Obbürgen bei Luzern (Schweiz)
    Vizepräsident JD Vance spricht in Obbürgen bei Luzern (Schweiz) (picture alliance/Nathan Howard/Pool REUTERS via AP)
    Der Iran äußerte sich zurückhaltender zu dem Thema. Das iranische Außenministerium in Teheran teilte mit, bei den Gesprächen in der Schweiz habe eine kurze Debatte über die Atomfrage stattgefunden. Über die von Vance verkündete Zustimmung zur Einladung an IAEA-Inspektoren verlautete zunächst nichts. 

    Vance: Solide Grundlage für endgültige Vereinbarung

    Vance will in die USA zurückkehren. Die Verhandlungen mit dem Iran gingen auf technischer Ebene weiter, sagte er. Nach seinen Angaben wurde ein Prozedere vereinbart, damit die Straße von Hormus, durch die Öl und Dünger aus den Anliegerstaaten auf den Weltmarkt transportiert wird, geöffnet bleibt. Der Iran hatte sie nach Beginn der Angriffe der USA und Israels geschlossen.
    Ebenso vereinbart worden sei ein Mechanismus, um Verstöße gegen die im Rahmenabkommen vereinbarte Waffenrufe auch im Libanon direkt zu besprechen, um eine neue Eskalation zu verhindern.
    "Wir haben eine sehr solide Grundlage für den Abschluss einer erfolgreichen endgültigen Vereinbarung geschaffen", sagte Vance. Dennoch liege noch viel Arbeit vor den Verhandlern. Im Rahmenabkommen steht die Absicht, die endgültige Vereinbarung möglichst innerhalb von 60 Tagen zu erreichen.

    US-Bauern reicher machen

    Über die im Rahmenabkommen erwähnten iranischen Vermögenswerte sagte Vance, die USA und Katar behielten die Aufsicht darüber, was wann ausgezahlt werde. Mit dem Geld würden Sojabohnen, Mais und Weizen aus den USA gekauft. "Sollten die iranischen Vermögenswerte jemals freigegeben werden, werden sie dazu dienen, die amerikanischen Landwirte reicher zu machen und das iranische Volk zu ernähren", sagte Vance.
    Diese Nachricht wurde am 22.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.