Erster Europäischer Paulskirchenpreis
Iranische Journalistin Masih Alinejad fordert Unterstützung der iranischen Opposition

Die iranische Journalistin und Frauenrechtlerin Masih Alinejad hat den ersten Europäischen Paulskirchenpreis für Demokratie in Frankfurt am Main erhalten. Die Aktivistin appellierte, das iranische Volk brauche keine Solidaritätserklärungen, sondern Hilfe im Kampf für die Demokratie. Der Frankfurter Oberbürgermeister Josef nannte Alinejad "das Gesicht und die mutige Stimme der Hoffnung für Millionen von Iranerinnen und Iranern".

    Julia Klöckner (l, CDU), Bundestagspräsidentin, Mike Josef (2.v.l, SPD), Frankfurter Oberbürgermeister und Masih Alinejad (2.v.r), iranische Journalistin und Autorin, sitzen nebeneinander.
    Die iranische Journalistin Alinejad erhält Paulskirchenpreis. (Florian Wiegand/dpa)
    Alinejad betonte, demokratische Staaten hätten zu oft darin versagt, Menschen zu unterstützen, die Freiheit verlangten. Autoritäre Regime würden nicht durch Verhandlungen oder Handel verändert. Einige westliche Führer hätten den iranischen Staatsspitzen nach den Scheinwahlen sogar gratuliert. Wenn man eine Diktatur derart legitimiere, werde diese ermächtigt, mehr Menschen zu töten, sagte die Exil-Autorin. Freiheit sei niemals gewährt, sondern immer erkämpft worden.
    An der Verleihung des mit 50.000 Euro dotierten Preises nahm auch Bundestagspräsidentin Klöckner teil. Alinejad war 2009 in die USA ins Exil geflüchtet, nachdem das jüngst getötete geistige Oberhaupt des Iran, Ali Chamenei, zu ihrer Ermordung aufgerufen hatte.

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    Diese Nachricht wurde am 31.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.