
Die Regierung verhängte zudem drei Tage Staatstrauer und verwies darauf, dass bei den Protesten Einsatzkräfte getötet worden seien.
Auch gestern war es wieder zu Protesten gege das Regime gekommen. Der Sender "Iran International", der in Großbritannien ansässig ist, berichtet von einer großen Menschenmenge in Teheran. In Paris und London gab es Solidaritätskundgebungen mit mehreren tausend Teilnehmern.
Die Kundgebungen gegen das islamistische Regime hatten wegen der Wirtschaftskrise begonnen. Die Einsatzkräfe, darunter Polizei und Revolutionsgarde, gingen zuletzt immer härter gegen die Demonstrierenden vor. Die Behörden sperren zudem seit Tagen das Internet, um die Kommunikation zu erschweren und zu verhindern, dass Bilder ins Ausland gelangen. Inzwischen meldet das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA fast 540 Tote, darunter auch rund 50 Einsatzkräfte.
Der in den USA lebende Sohn des 1979 gestürzten Schahs, Reza Pahlavi, rief über die Sozialen Medien erneut zur Fortsetzung der Proteste auf. Pahlavis Einfluss gilt allerdings als gering. Der Politologe Vali Nasr von der Johns Hopkins University in den USA sagte dem Magazin "Cicero", Pahlavi verfüge weder über eine politische Organisation im Iran, noch habe er tragfähige Allianzen mit Bürokratie, Militär oder politischen Eliten aufgebaut. Zudem habe er das Land seit Jahrzehnten nicht von innen erlebt.
Diese Nachricht wurde am 12.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
