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StartseiteCorsoJung sein für große Dinge02.08.2019

Is was?! Aufreger der WocheJung sein für große Dinge

Was die jungen Leute alles so schaffen: Drei Millionen Dollar bei einem Videospiel-Turnier – mit 16 Jahren. Die Union zum sächsischen Waldgipfel treiben – mit „Fridays for Future“. Einsätze des Düsseldorfer Ordnungsamtes bei dröhnenden Discos – mit 94! Klaus Pokatzky wundert sich über die Jugend.

Von Klaus Pokatzky

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Senioren tanzen in einer Disko (imago stock&people (Vaclav Vasku / Est & Ost))
Tanzen ist okay, aber bitte nicht so laut! In Düsseldorf wurde einer Seniorendisko (Symbolbild) der Stecker gezogen (imago stock&people (Vaclav Vasku / Est & Ost))
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Diese jungen Leute werden doch immer schlimmer.

In Düsseldorf musste jetzt sogar das Ordnungsamt anrücken, weil bei einer Disco die Musik mal wieder so laut aufgedreht wurde, dass die armen Nachbarn nachmittags um halb fünf nicht in Ruhe schlafen konnten.

Oder dieser Typ da in Amerika, 16 ist er gerade mal und gewinnt in New York ein Videospiel-Turnier. Und was kriegt er dafür? Drei Millionen Dollar – da kann er seinen Eltern jetzt ein hübsches Taschengeld zahlen.

Dröhn-Musik und Hitzestau

Oder diese Teenies von "Fridays for Future": Was hat sich unsere Erde angestrengt, um den Erwachsenen zu zeigen, wie sie alles zerstören. Unsere Wälder haben sich mit der Sonne zusammengetan, die uns jetzt so auf die Birnen und in die Discoräume knallt, dass sofort das Ordnungsamt kommt, wenn die jungen Leute bei ihrer Dröhn-Musik mal das Fenster aufmachen. Aber das Thema hatten wir ja schon.

Die "Fridays for Future"-Kids haben auf jeden Fall das geschafft, was unser unterm Klimawandel leidender Wald mit all seinem Ächzen nicht geschafft hat. Die Union hat ihre Umwelt-Spitzenkräfte zu einem Waldgipfel nach Sachsen geladen, damit die darüber streiten, wie der Wald in der Hitze nicht noch weiter wegstirbt – was die Welt noch heißer machen und noch mehr Discos zwingen würde, die Fenster zu öffnen und ihre armen Nachbarn zu nerven.

Schwule Küsse für den Zar

Die Unions-Umweltler haben sich bei ihrem Sachsengipfel zwar nicht so laut gestritten, dass das Ordnungsamt aufgetaucht wäre. Die Alten gehen aber doch immer mehr aus sich heraus – so wie die Musiker von der Rentnerband Rammstein, die sich auf offener Bühne in Moskau so richtig schön und schwul auf den Mund küssten. Da ist Zar Wladimir der allerletzte Putin aber ganz schön eifersüchtig geworden.

Wenn jetzt die jungen Leute nur mal vernünftig würden. Ich sage nur: Disco in Düsseldorf! Bei denen musste das Ordnungsamt schon zum zweiten Mal antanzen. Gefeiert haben da übrigens lauter hochbetagte Grauhaarige. Vortänzerin war eine 94-jährige.

So ist das heute mit der Jugend …

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