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Islam- und FremdenfeindlichkeitDie dänische Gesellschaft und ihre Verwerfungen

Nach den Attentaten in Kopenhagen diskutiert die dänische Gesellschaft, wie es so weit kommen konnte. Knud Romer ist ein intensiver Beobachter von Fremdenfeindlichkeit im eigenen Land. Ein Gespräch über den Einzeltäter von Kopenhagen und die historischen Hintergründe von Antisemitismus und Islamophobie in Dänemark.

Knud Romer im Gespräch mit Karin Fischer | 22.02.2015

Rund 30.000 Menschen gingen in Kopenhagen gegen Terror auf die Straße.
Nach den Anschlägen gingen in Kopenhagen rund 30.000 Menschen gegen den Terror auf die Straße. (picture alliance/dpa/Britta Pedersen)
Nach den Attentaten in Kopenhagen, bei dem ein Filmemacher und der Wachmann einer Synagoge erschossen wurden, diskutiert die dänische Gesellschaft, wie es so weit kommen konnte. Die Analysen reichen von der Selbstbezichtigung, das Land sei islam- und fremdenfeindlich gesinnt, über die üblichen Appelle, die eigenen freiheitlichen Werte nicht aufzugeben, bis zur Diskussionen um den Wert von Meinungsfreiheit, wenn man sich damit zur Zielscheibe von Extremisten macht. Die will die dänische Regierung mit einem millionenschweren Programm bekämpfen.
Der dänische Autor Knud Romer wurde bekannt durch seinen autobiografisch gefärbten Roman "Wer blinzelt, hat Angst vor dem Tod". Darin erzählt er über die Ausgrenzung eines Jungen wegen dessen deutscher Mutter Anfang der 60er-Jahre. Knud Romer ist nicht nur ein intensiver Beobachter von Fremdenfeindlichkeit im eigenen Land; er schreibt auch kulturhistorische Bücher. Über die Gewalt jugendlicher Zuwanderer hat er schon vor Jahren einen Essay verfasst. Karin Fischer hat Knud Romer zur aktuellen Situation in Dänemark befragt:
Das vollständige Gespräch können Sie bis zum 22. August 2015 nachhören.