Iran-Krieg
Israel meldet erneut Raketenbeschuss - Islamwissenschaftler Lüders: "Der Krieg ist nicht zu gewinnen"

Das israelische Militär hat in der Nacht erneute Raketenangriffe aus dem Iran gemeldet.

    Teheran: Rauchschwaden steigen auf, als während des amerikanisch-israelischen Militäreinsatzes Angriffe auf die Stadt erfolgen.
    Iran-Krieg: Rauchschwaden über Teheran (AP / dpa / Vahid Salemi)
    Gestern hatte Israel eine weitere Welle von Angriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran geflogen. Daneben wurden im Südlibanon weitere Ziele attackiert und unter anderem eine Brücke zerstört, um nach israelischer Darstellung Nachschubwege für die militant-islamistische Hisbollah zu unterbinden. In der Nacht folgten weitere Angriffe, diesmal in der Hauptstadt Beirut.
    Derweil waren im Golftstaat Bahrain Warnsirenen zu hören. Weitere Informationen lagen zunächst nicht vor. In den vergangenen Wochen hatte der Iran wiederholt Nachbarländer am Persischen Golf beschossen.
    Der deutsche Islamwissenschaftler und BSW-Politiker Lüders geht davon aus, dass das Regime in Teheran den Krieg ohne große Probleme noch lange weiterführen kann. Lüders sagte im Deutschlandfunk, der Irankrieg werde die Überlebensdauer des dortigen politischen Systems um mindestens eine Generation verlängern. In der iranischen Bevölkerung gebe es zwar Ablehnung gegen das System, aber auch viel Wut angesichts der aktuellen Attacken auf die zivilie Infrastruktur. Der Irankrieg sei nicht zu gewinnen.
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    Diese Nachricht wurde am 04.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.