Krieg im Nahen Osten
Israel reagiert empört auf UNO-Resolution, Hamas begrüßt Beschluss

Die UNO-Resolution zum Krieg im Nahen Osten hat unterschiedliche Reaktionen auf Seiten der Konfliktparteien ausgelöst.

28.10.2023
    Blick in den Saal bei der UNO-Vollversammlung in New York.
    Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat mit breiter Mehrheit einen sofortigen humanitären Waffenstillstand zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas gefordert. (picture alliance / ZUMAPRESS.com / Ricardo Stuckert )
    Der israelische Außenminister Cohen nannte die Forderung der Vollversammlung der Vereinten Nationen nach einer sofortigen Waffenruhe verabscheuungswürdig. Israel beabsichtige, die Hamas zu eliminieren. So sei die Welt auch mit den Nazis und der Terrormiliz IS verfahren. Israels UNO-Botschafter Erdan sprach nach der Abstimmung in New York von einem dunklen Tag für die Vereinten Nationen und für die Menschheit, der mit Schande in die Geschichte eingehen werde. Die Terrororganisation Hamas dagegen begrüßte die Annahme der Resolution und forderte die UNO auf, Maßnahmen zu ergreifen, damit diese auch umgesetzt werde.
    In der von arabischen Staaten eingebrachten Resolution wird die Hamas oder ihre Verantwortung für den Großangriff auf Israel am 7. Oktober mit keinem Wort erwähnt. Sie spricht sich für eine sofortige Waffenruhe im Gazastreifen und für eine Verbesserung der humanitären Situation aus. Die Vereinten Nationen hatten den Entwurf gestern Abend verabschiedet. Dafür stimmten 120 Staaten, dagegen 14, darunter Israel und die USA. Deutschland und 44 weitere Staaten enthielten sich.

    Weiterführende Informationen

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    Diese Nachricht wurde am 28.10.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.