Nahost
Israel: Sterbliche Überreste von letzter Geisel im Gazastreifen gefunden

Israel hat die sterblichen Überreste der letzten Geisel im Gazastreifen geborgen. Die Armee teilte mit, Militärvertreter hätten die Familie darüber informiert, dass ihr Angehöriger identifiziert und für die Beisetzung in die Heimat gebracht worden sei.

    Straßenszene in Tel Aviv. Ein Mann hält seine Hand an ein Foto von Ran Gvili.
    Die Leiche von Ran Gvili war während des Terroranschlags am 7. Oktober 2023 in den Gazastreifen gebracht worden. (Oded Balilty / AP / dpa / Oded Balilty)
    Der damals 24-jährige Ran Gvili war Mitglied einer Eliteeinheit der israelischen Polizei. Er wurde bei dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 im Kampf getötet. Seine Leiche wurde anschließend in den Gazastreifen gebracht.
    Das israelische Militär hatte zuvor einen Sucheinsatz auf einem Friedhof im Gazastreifen gestartet. Dafür seien die sterblichen Überreste von rund 250 Menschen untersucht worden. Labortests bestätigten die Identität der Leiche Gvilis. Die Terrororganisation Hamas hatte eigenen Angaben zufolge den Vermittlern des Gaza-Abkommens alle zur Auffindung der Leiche nötigen Informationen übermittelt.

    Nächste Phase des Gaza-Abkommens möglich

    Mit der Rückführung der letzten israelischen Geisel ist eine zentrale Bedingung erfüllt, um in die nächste Phase des von den USA vorangetriebenen Gaza-Friedensplans überzugehen. Sie sieht unter anderem die Bildung einer palästinensischen Technokraten-Regierung und die Entwaffnung der Hamas vor. Israels Premier hatte außerdem angekündigt, dass der Grenzübergang Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten geöffnet würde.
    Diese Nachricht wurde am 26.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.