Nahost-Krieg
Israels Außenminister Katz: Palästinenser-Hilfswerk UNRWA kann nicht im Gazastreifen bleiben

Israels Regierung hat im Streit über das UNO-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge dessen Verbleib im Gazastreifen ausgeschlossen. Die UNRWA könne nicht Teil der Lösung sein, sagte Außenminister Katz der Zeitung "Die Welt". Sie sei vielmehr Teil des Problems.

31.01.2024
    New York: Israel Katz, Außenminister von Israel, spricht während der 74. Tagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen.
    Israel Katz, Außenminister Israels, spricht vor der UNO. (Frank Franklin II/AP/dpa)
    Israel müsse in Zukunft Verantwortung für die Sicherheit in Gaza übernehmen, damit der Terror nicht zurückkomme. Das zivile Leben müssten aber andere internationale Organisationen verwalten, erklärte Katz. Hintergrund sind Berichte, wonach mehrere UNRWA-Mitarbeiter an den Terrorattacken der Hamas vom 7. Oktober in Israel beteiligt gewesen sein sollen.
    Die neue Koordinatorin der Vereinten Nationen für die humanitäre Hilfe im Gazastreifen, Kaag, sieht dennoch derzeit keine Alternative zu dem Palästinenserhilfswerk. Sie sagte in New York, es gebe keine Möglichkeit, die Organisation auf die Schnelle zu ersetzen. Sie verwies auf die über Jahrzehnte aufgebauten Kapazitäten des Hilfswerks und dessen Kenntnis der Bevölkerung im Gazastreifen. Ähnlich hatten sich zuvor andere Hilfsorganisationen geäußert.

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    Diese Nachricht wurde am 31.01.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.