Energiekrise
IW-Chef Hüther warnt vor Deckel beim Spritpreis

Der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft, Hüther, warnt vor einem Deckel beim Spritpreis und der Erhöhung der Pendlerpauschale zur Entlastung der Autofahrer.

    Michael Hüther ist Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln
    Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln, bei einer Pressekonferenz (picture alliance/ photothek/ Florian Gaertner)
    Mit Preisdeckeln würden die Anreize für Effizienzsteigerungen im Umgang mit den fossilen Rohstoffen gemindert, sagte Hüther der "Rheinischen Post". Auch die Pendlerpauschale sei keine angemessene Lösung, weil sie progressiv wirke. Stattdessen könne man zielgenau einkommensschwache Haushalte durch Pauschalbeträge kompensieren. Bei erwerbstätigen Bürgergeldbeziehern könne man die Kilometerpauschale erhöhen.
    Der Ökonom Kooths vom Kieler Institut für Weltwirtschaft hatte im Deutschlandfunk gesagt, die höheren Preise bewirkten letztlich das, was sie sollten: Sie sendeten das Signal, dass man sparsamer mit dem Rohstoff umgehen und nach Alternativen schauen solle. Steuersenkungen auf Benzin und Diesel in der EU würden nur die Nachfrage wieder anschieben. Dadurch erhöhten sich die Beschaffungspreise, und man füttere am Ende nur die Lieferanten in Übersee. Die Verbraucher hierzulande würden aber kaum entlastet.
    Eine von der Bundesregierung eingeführte Tankstellen-Regelung hat nach Einschätzung des ADAC bisher nicht zu einer Entlastung geführt. Demnach dürfen die Spritpreise nur noch einmal am Tag erhöht werden.
    Diese Nachricht wurde am 08.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.