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StartseiteMusikszeneVom Exilanten zum Philharmoniker09.04.2019

JahrhundertschicksalVom Exilanten zum Philharmoniker

Der Musiker Hellmut Stern ist dem Holocaust nur knapp entkommen. Er ist durch die ganze Welt geflüchtet und schließlich wieder in Berlin gelandet - bei den Berliner Philharmonikern. Als „Saitensprünge“ hat er seine Karriere umschrieben. Der 90-Jährige schaut auf sein Leben mit Musik zurück.

Von Jochanan Shelliem

Der Geiger Hellmut Stern. (Reinhard Friedrich / Archiv Berliner Philharmoniker)
Vom Barpianisten zum Konzertmeister der Berliner Philharmoniker: Hellmut Stern hat eine bemerkenswert außergewöhnliche Lebensgeschichte. (Reinhard Friedrich / Archiv Berliner Philharmoniker)

Hellmut Stern ist ein Sonntagskind, geboren in eine jüdische Familie 1928 in Berlin. Die ersten Jahre wuchs er dort wohlbehütet auf, mit elf Jahren reiste er mit seiner Familie auf einem Flüchtlingsschiff in den Fernen Osten, in die von Japan besetzte russisch-chinesische Stadt Harbin.

34 Jahre lang Mitglied der Berliner Philharmoniker

Porträtbild von Geiger Hellmut Stern (Transit Verlag)Der jüdische Geiger Hellmut Stern (Transit Verlag)Mit 21 Jahren spielte er als Barpianist im Jerusalemer King David Hotel, begegnete seinem Namensvetter, dem Geiger Isaac Stern, und reüssierte als Geiger beim späteren Israel Philharmonic Orchestra. 1956 ging er in die USA und kehrte 1961 nach Berlin zurück, wo er 34 Jahre lang den Berliner Philharmonikern angehörte, denen er bald als erster Geiger und Konzertmeister diente. Jochanan Shelliem sprach mit dem 90-jährigen Hellmut Stern über sein Leben und ein Leben mit Musik.

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