Dienstag, 18.06.2019
 
Seit 17:35 Uhr Kultur heute
StartseiteSternzeitDer Himmel des Kaisers01.05.2019

Japans Leistungen im WeltraumDer Himmel des Kaisers

Japans neuer Kaiser Naruhito ist das Oberhaupt einer großen Astronomie- und Raumfahrtnation. Schon die Staatsflagge zeigt ein astronomisches Symbol: Der rote Kreis auf weißem Grund stellt die Sonne dar.

Von Dirk Lorenzen

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Große Raumfahrt: Schatten der japanischen Sonde Hayabusa-2 auf der Oberfläche des Asteroiden Ryugu (JAXA)
Große Raumfahrt: Schatten der japanischen Sonde Hayabusa-2 auf der Oberfläche des Asteroiden Ryugu (JAXA)

Über die Anfänge der japanischen Astronomie ist wenig bekannt. Vermutlich gelangten etwa im siebten Jahrhundert astronomische Kenntnisse aus China und Korea in das Inselreich.

Heutzutage nutzt Japan vor allem Instrumente auf dem Mauna Kea in Hawaii, etwa das Subaru-Teleskop mit acht Metern Spiegeldurchmesser. Wegen der Automarke gleichen Namens meinen viele, der Konzern habe das Teleskop finanziert. Aber das ist nicht der Fall – Subaru ist die japanische Bezeichnung für den Sternhaufen Plejaden.

Japan ist zudem am geplanten 30-Meter-Teleskop auf Hawaii beteiligt, dessen Bau sich aber infolge von Protesten von Ureinwohnern seit Jahren verzögert.

Raumfahrtland ist Japan seit 1970. Damals hat Ohshumi, der erste Satellit des Landes, die Erdumlaufbahn erreicht und die Ionosphäre untersucht. Inzwischen starten etwa sechs mal jährlich Raketen mit Satelliten, Raumsonden und Versorgungskapseln ins All.

Japan hat an der US-amerikanischen Hälfte der Internationalen Raumstation einen Anteil von gut zwölf Prozent und liegt damit deutlich vor der ESA. Europas Weltraumorganisation kommt nur auf gut acht Prozent.

Für Aufsehen sorgt derzeit Japans Raumsonde Hayabusa-2. Sie erforscht seit knapp einem Jahr den Asteroiden Ryugu aus der Nähe und soll Ende kommenden Jahres Bodenproben zur Erde bringen.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk