Donnerstag, 30. Juni 2022

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Jazz und Klassik
Das universale Saxofon

Im Jazz ist das reine Saxofon-Ensemble seit den Tagen des World Saxophone Quartet (1977) oder der Kölner Saxophon Mafia (1981) ein etabliertes Format. Ein vergleichsweise neuer Trend zeigt sich im Brückenschlag von Jazzmusikern zu Saxofon-Ensembles aus der "Klassik".

Von Michael Rüsenberg | 16.04.2020

Ein Mann mit schulterlangem grauem Haar, Brille und schwarzem Oberteil ist vor schwarzem Hintergrund zu sehen. Er deutet ein Lächeln an. Auf seiner rechten Schulter lehnt mit dem Mundrohr ein Altsaxofon. Bildausschitt: der Mann ist bis knapp unterhalb der Schulter zu sehen.
Er arbeitete schon mit klassischen Streichern wie dem Auryn Quartett - nun auch mit dem berühmten Raschèr Saxophone Quartet: Jazzmusiker Roger Hanschel (Armin Zedler)
Jüngst tat sich der Kölner Trompeter Frederik Köster mit dem Sirocco Saxophone Quartet zusammen, der Schweizer Stimm-Akrobat Andreas Schaerer mit dem Arte Quartett; der britische Pianist Gwilym Simcock interpretierte mit dem Delta Saxophone Quartet Songs der Art Rock-Helden King Crimson. Die Krönung: Steffen Schorn und Roger Hanschel von der Kölner Saxophon Mafia arbeiteten – als Solisten und Komponisten - mit dem renommiertesten klassischen Saxofon-Ensemble überhaupt, dem seit 50 Jahren bestehenden Raschér Saxophone Quartet. In ihrer "Music for six Saxophones" kulminiert das Beste aus beiden Welten: Präzision und Klangkultur der Klassik, Improvisationskunst aus dem Jazz.