Juan Carlos I. von Spanien Der Held der Demokratie demontiert sich selbst

Juan Carlos I. von Spanien wird 83. Der Altkönig gilt als Wegbereiter der spanischen Demokratie - doch Skandale überschatten sein politisches Vermächtnis. Von Korruptionsvorwürfen geplagt, zog er im August nach Abu Dhabi - keine Flucht vor der Justiz, aber doch vor den negativen Schlagzeilen.

Von Hans-Günter Kellner | 05.01.2021

King Juan Carlos of Spain, The former Queen Sofia, attends Princess PIlar Borbon funeral chapel installed in the Gomez-Acebo royals adel house in Madrid. No Spain PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xPPEx
Juan Carlos I hat während des Übergangs Spaniens von der Diktatur zur Demokratie wichtige Impulse gesetzt - doch erhebliche Skandale überschatten seinen einst guten Ruf (imago / PPE)
Spanien 1948. Es ist keine zehn Jahre her, dass General Francisco Franco den Bürgerkrieg gewonnen hat, nun regiert er das Land mit harter Hand. Und das soll so bleiben. Seine Anhänger singen: "Wir wollen keine Idioten zum König, die nicht regieren können." Denn aus dem Exil kommt ein zehnjähriger Junge mit dem Zug in Madrid an. Juan Carlos, Sohn von Thronanwärter Juan de Borbón, betritt am 8. November 1948 erstmals spanischen Boden.
"Er war ein trauriges Kind in einem traurigen Land. Ein Kind, das von seiner Familie getrennt wird und in einem ihm fremden Land zur Schule geht", sagt Eva Lamarca. Die spanische Journalistin ist Co-Autorin von XRey, einer elfteiligen Podcastserie über Juan Carlos I. von Spanien. Die ausschließlich über Spotify verbreitete Dokumentation wurde in Spanien ein großer Erfolg. Denn das Ansehen des einst so charismatischen Königs hat in den letzten Jahren so sehr gelitten, dass er ins Ausland gezogen ist – eine Flucht vor den vielen negativen Schlagzeilen über Geliebte und Schweizer Konten.

Als Kind unter Francos Kontrolle

In elf Episoden, insgesamt fünfeinhalb Stunden, berichtet XRey nicht nur von den Affären, sondern erzählt den gesamten Werdegang – etwa, wie der am 5. Januar 1938 in Rom geborene Juan Carlos nach Spanien kam – und damit unter den Einfluss von Diktator Francisco Franco.
"Er war in Francos Händen, eine Schachfigur auf dem Spielbrett, auf dem Franco und sein Vater um Spanien kämpften. Im Internat bekam er kaum Besuch. Juan Carlos ist nicht immer nur traurig, aber die ersten Jahre in Spanien waren nicht gerade glückliche Jahre."
Die spanische Königsfamilie lebte im Ausland im Exil, erst in Rom, dann in der Schweiz, schließlich in Portugal. Doch weil Juan de Borbón die Hoffnung auf den Thron nicht aufgeben wollte, traf er sich im Sommer des Jahres 1948 mit Diktator Franco im Golf von Biskaya auf hoher See, heißt es im Podcast XRey:
"Franco verlangte, dass der Junge bei ihm in der Nähe aufwachsen sollte, damit er seine Erziehung unter Kontrolle hätte."
Und Juan de Borbón willigte ein. Wie ein Gefangener Francos lebte Juan Carlos in Spanien, so bewertet der britische Hispanist Paul Preston die ersten Jahre des späteren spanischen Königs. In seiner Biografie "Juan Carlos, der König eines Volks", zitiert er aus dem Tagebuch von José María Gil-Robles, einem der führenden Monarchisten und Zeitzeugen jener Jahre:
"Ich halte ihn für ungewöhnlich ernst und leicht traurig. So als sei er sich des Streites bewusst, der um ihn wütet. Welches Schicksal ist für dieses Kind noch bestimmt, das jetzt zehn Jahre alt ist und schon Gegenstand eines so schweren Kampfes ist?"

Tragischer Unfall

Diese ersten Jahre von Juan Carlos in Spanien seien seinen Landsleuten heute kaum noch bewusst, meint Podcast-Autorin Eva Lamarca. Am meisten überraschte sie bei ihren Recherchen ein Ereignis vom 29. März 1956, einem Gründonnerstag. Juan Carlos war schon 18 Jahre alt, hatte die schulische Ausbildung abgeschlossen und war zu Besuch bei seiner Familie in Portugal:
"Kaum jemand weiß, dass der Ex-König seinen jüngeren Bruder erschossen hat, versehentlich, mit einem Revolver. Die meisten Menschen in unserem Umfeld, viele davon selbst Journalisten, wussten das nicht oder hatten es vergessen. Da merkten wir, er ist ein großer Unbekannter."
Es gibt zahlreiche Varianten dieser Geschichte, eine polizeiliche Untersuchung durch die portugiesischen Behörden gab es nie, der Vater Juan warf die Waffe ins Meer. Doch alle Versionen sprechen von einem tragischen Unfall.

Andeutung einer Demokratisierung

Für Franco blieb Spanien eine Monarchie, doch sie sollte ruhen, solange er lebte. Die Hochzeit von Juan Carlos mit Sophia von Griechenland in Athen 1962 und die anschließende Geburt zweier Töchter und eines Sohnes wird seine Zweifel über seine Nachfolge beseitigt haben. Nach seinem Tod dürfe keinesfalls Juan de Borbón Staatsoberhaupt und König werden, der Thron gehöre Juan Carlos. Erst 1975 starb der alte Diktator und Juan Carlos I. wurde gekrönt.
Prinz Juan Carlos von Spanien - der spätere spanische König - und seine Frau Sofia am Flughafen von Brüssel im Jahr 1969
Vor 50 Jahren: Vereidigung von Juan Carlos als König von Spanien
Spaniens Diktator Francisco Franco hatte den damals 31-Jährigen zu seinem Nachfolger bestimmt. Während des Übergangs Spaniens von der Diktatur zur Demokratie sollte Juan Carlos wichtige Impulse setzen. Zuletzt folgten nur noch Skandale.
In seiner Krönungsrede lassen sich zwischen den Zeilen zwar Hinweise auf eine beabsichtigte Öffnung erkennen: Die neue Etappe in der spanischen Geschichte sei nur mit der Anstrengung aller Spanier zu bewältigen, die Krone werde dem Volke verbunden sein, für niemanden werden es Privilegien geben. Das hörte sich nicht wie der Chef eines autoritären Staats an, der Juan Carlos nach dem Willen Francos werden sollte.
Wie eine Kehrtwende klang es aber auch nicht. Die Opposition war unzufrieden, sah im König den Nachfolger des Diktators. Doch Juan Carlos traf sofort geschickte Entscheidungen. Er ernannte seinen alten Professor Torcuato Fernández Miranda zum Parlamentschef und Adolfo Suárez – ehemals Minister des Regimes - zum Ministerpräsidenten. Sie wurden zu entscheidenden Figuren, sagt Monarchist und Publizist José Antonio Zarzalejo:
"Der König beauftragt zwei Männer des Regimes mit der Demokratisierung Spaniens. Torcuato Fernández Miranda veranlasst, dass sich das Regime mit einem Parlamentsbeschluss selbst auflöst. Und Adolfo Suárez leitet den Verfassungsprozess ein und beteiligt daran auch die Linken, Sozialisten und Kommunisten, und auch die baskischen und katalanischen Nationalisten. Sie haben gemeinsam die Verfassung ausgearbeitet, die Grundlage der Demokratie."

Gesetze des Regimes zu dessen Abschaffung genutzt

Es ging Schlag auf Schlag: Als am 9. April 1977 gar die Kommunistische Partei legalisiert wurde, verlor auch der Nachrichtensprecher von Radio Nacional de España die Fassung.
Die Kommunistische Partei Spaniens unterstützte fortan die Monarchie. Ob Juan Carlos tatsächlich von der Demokratie überzeugt war oder ob er den demokratischen Übergang schlicht für unvermeidlich hielt, darüber sind sich Politologen bis heute nicht einig. Im Ergebnis spielt die Frage wohl auch kaum eine Rolle. So meint Politikwissenschaftler Fernando Vallespín von der Universität Autónoma in Madrid:
"Franco hatte Juan Carlos zum König ernannt und zu seinem Nachfolger – ausgestattet mit allen Machtbefugnissen, als autoritären König. Juan Carlos war aber klar, dass er unter solchen Bedingungen nicht lange König bleiben würde. So leitete er von oben einen demokratischen Übergang ein und benutzte dafür die Gesetze des Regimes – um es letztlich abzuschaffen. Die einzige Überlebenschance für die Krone war nach dem Ende des Franco-Regimes die konstitutionelle Monarchie."
Der spanische Diktator General Francisco Franco am 26.05.1974 in Madrid. Im Hintergrund der spanische Thronanwärter und spätere König Juan Carlos. |
Der spanische Diktator Francisco Franco wollte einen autoriären König als Nachfolger - doch Juan Carlos entschied anders (UPI/dpa)
Freiheit, Freiheit – Freiheit ohne Wut heißt es in dem Schlager der Gruppe Jarcha aus dem Jahr 1976. Das Lied wurde zur inoffiziellen Hymne des Demokratisierungsprozesses Spaniens. 1976 sprachen sich die Spanier im Referendum für die Auflösung von Francos Pseudoparlament und für freie Wahlen aus, am 15. Juni 1977 wählten sie ein demokratisches Parlament - erstmals wieder seit Francos Staatsstreich 1936. Ministerpräsident Adolfo Suárez bekam eine solide Mehrheit. Im Dezember 1978 legte das Parlament den Spaniern die demokratische Verfassung zur Annahme vor. 87 Prozent stimmten dafür.
Spaniens Demokratieprozess schien damit abgeschlossen und König Juan Carlos war auch demokratisch bestätigt, erklärt Politikwissenschaftler Vallespín:
"Die Monarchie ist schon durch die Annahme der Verfassung 1978 legitimiert. Es stimmt nicht, dass sie sich nur auf eine historische Dynastie oder die Ernennung durch einen Diktator stützt. Das spanische Volk hat eine Verfassung verabschiedet, die die parlamentarische Demokratie als Staatsform festlegt. Der entscheidende Schritt zu einem großen Verfassungskonsens war erreicht, als die Kommunistische Partei die Monarchie und die spanische Fahne akzeptierten."
Gegenstimmen gab es im Parlament nur von einigen Franco-Nostalgikern bei der Volksallianz, der Vorläuferpartei der heutigen spanischen Volkspartei. Auch die Katalanische Linke stimmte für die Verfassung. Damit schien Juan Carlos‘ politische Arbeit beendet, denn der Gesetzestext setzt dem König enge Grenzen. Sogar seine Reden muss er mit der Regierung abstimmen.

Putschversuch gestoppt - Demokratie gerettet

Trotzdem musste König Juan Carlos noch einmal eingreifen. Am 23. Februar 1981 - das Parlament debattierte gerade über einen Regierungswechsel - stürmten bewaffnete Beamte der Guardia Civil das spanische Parlament, schossen in die Luft. Die Löcher in der Decke sind bis heute sichtbar.
Später wird von der "Nacht der Transistorradios" die Rede sein, denn der private Radiosender Cadena Ser berichtete weiter. In Valencia ließ ein General Panzer durch die Stadt fahren.
Am 24. Februar 1981 um 01.15 Uhr wurde Juan Carlos zum Retter der Demokratie. In einer nächtlichen Fernsehansprache befahl er allen Einheiten, die verfassungsgemäße Ordnung einzuhalten.
Damit war der Putschversuch gescheitert, auch für Skeptiker wurde Juan Carlos zum Wegbereiter der Demokratie, der einschritt, als sie auf dem Spiel stand. Zwar halten sich bis heute unzählige Theorien, nach denen der König im Vorfeld den Putschversuch gebilligt habe, sagt Journalistin Eva Lamarca, doch alle Befehle des Königs in jener Nacht hätten nur in eine Richtung gezielt: den Putsch stoppen.
"Wir haben mit allen gesprochen. Am Ende steht für uns fest, dass der König hier eine entscheidende Rolle gespielt hat, als er den Militärs ihre Grenzen aufzeigte. Sicher gibt es offene Fragen, die Archive aus jener Zeit sind immer noch verschlossen. Wir haben erzählt, was wir heute wissen, andere Theorien über den 23. Februar haben wir deshalb beiseitegelassen."

Private Skandale enttäuschen das Volk

Mit der gefestigten Demokratie verlagerte sich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit von seinen Amtsgeschäften auf sein Privatleben. Damit wuchs auch die Kritik am Monarchen. Doch zunächst geriet nicht der König selbst in Bedrängnis, sondern sein Schwiegersohn Iñaki Urgandarín. Die Justiz ermittelte seit 2010 gegen ihn wegen mehrerer Wirtschaftsdelikte, verurteilte ihn später zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft. Juan Carlos erwähnte den Fall bei seiner Weihnachtsansprache 2011:
"Wir brauchen vor allem Ernsthaftigkeit, Seriosität und Beispielhaftigkeit. Alle, vor allem jeder, der öffentliche Verantwortung trägt, müssen sich beispielhaft verhalten. Wir leben zum Glück in einem Rechtsstaat. Jedes zensurwürdige Verhalten muss sanktioniert werden, so wie die Gesetze es vorsehen. Das Gesetz gilt für alle gleich."
Doch wenig später verursachte Juan Carlos seinen bis dahin größten eigenen Skandal. Im April veröffentlichten die Zeitungen ein Foto, das Spaniens Staatsoberhaupt vor einem erlegten Elefanten in Botswana zeigt. Die luxuriöse Reise wurde bekannt, weil der damals 74-Jährige während der Safari im Bungalow auf dem Weg ins Bad über eine Stufe gestürzt war und sich dabei die Hüfte gebrochen hatte. Zwei Tage später wurde er in Madrid operiert. Als er sein Zimmer im Krankenhaus auf Krücken verließ, war eine öffentliche Entschuldigung unumgänglich.
"Es tut mir leid, es wird nicht wieder vorkommen", sagte er im Ton eines ertappten Schuljungen. Bekannt wurde damit auch, dass die deutsche Unternehmerin Corinna zu Sayn-Wittgenstein jahrelang die Geliebte und Geschäftspartnerin von Juan Carlos war. Wie enttäuscht die Spanier von ihrem König waren, zeigt eine Meinungsumfrage des staatlichen Meinungsforschungsinstituts von 2013: Auf einer Skala von null bis zehn gaben sie ihm nur noch die Note 3,7. Journalistin Eva Lamarca meint:
"Während er von seinen schlaflosen Nächten erzählte, wegen der hohen Jugendarbeitslosigkeit, hat er Luxusreisen nach Botswana geplant. Niemand weiß, wie er das bezahlt hat. So geht das nicht!"

Schweizer Konten, Stiftung in Panama, Millionen im Geldkoffer

Der Druck auf den Monarchen wurde immer größer. Am 2. Juni 2014 dankte Juan Carlos zugunsten seines Sohnes Felipe ab. Der langanhaltende Applaus der Gäste war die letzte Anerkennung für Juan Carlos Verdienste um sein Land. Denn später zeigt sich: Botswana war nicht der einzige Fehltritt.
2018 veröffentlichten spanische Onlinemedien Aufnahmen von Corinna zu Sayn-Wittgenstein im Gespräch mit einem pensionierten spanischen Polizisten. Sie belastet Juan Carlos darin schwer, entlastet sich damit aber auch selbst, berichtet von Konten, die Juan Carlos auf ihren Namen eröffnet habe. Und nun nimmt ein Schweizer Staatsanwalt Juan Carlos ins Visier, erklärte der spanische Investigativ-Journalist José María Irujo von El País jüngst in einem TV-Interview:
"Die Untersuchungen in der Schweiz beginnen 2018. Der Staatsanwalt findet Konten auf den Namen einer Stiftung, deren Begünstigter der Ex-König Juan Carlos ist. Das ist zu diesem Zeitpunkt in Spanien völlig unbekannt. Eine Stiftung in Panama mit dem Namen Lucuum, mit einem Konto bei der Schweizer Privatbank Mirabeau, auf das im Jahr 2008 100 Millionen US-Dollar überwiesen wurden."
Ein Handgeld aus Saudi-Arabien für die Vermittlungen des spanischen Königs. Denn 2011 hatte ein spanisches Firmenkonsortium den Zuschlag für den Bau einer Hochgeschwindigkeitszugstrecke nach Mekka erhalten. Die Spanier reduzierten ihr ursprüngliches Angebot um 30 Prozent, dafür habe Juan Carlos von den Saudis eine Belohnung von 100 Millionen Dollar bekommen, so die Vermutungen. Doch das ist nicht der einzige Eingang auf das Konto der Stiftung. 2010 wurden 1,9 Millionen US-Dollar eingezahlt, berichtete Irujo:
"Der Schweizer Staatsanwalt befragt den Finanzverwalter dieser Konten im September 2018 dazu. Dieser antwortet: ‚Im April 2010 kam der König von einer Reise aus Abu Dhabi und bat mich um ein Gespräch bei einem Abendessen. Dort sagte er mir, dass der König von Bahrain ihm 1,9 Millionen US-Dollar gegeben habe.‘ Anschließend, so der Finanzverwalter, habe ihm Juan Carlos, damals noch spanisches Staatsoberhaupt, das Geld in einem Koffer überreicht."
Juan Carlos I. winkt den Anwesenden zu.
Korruptionsaffäre - Wie Juan Carlos‘ Weggang Spanien spaltet
Der Rückzug des Altkönigs hat Spanien in eine der tiefsten Krisen seit dem Tod von Diktator Franco im Jahr 1975 gestürzt. Ältere Menschen schätzen Juan Carlos‘ Verdienste um die Demokratisierung des Landes, jüngere sehen vor allem seine Skandale.
Schweizer Konten, eine Stiftung in Panama, Millionen in einem Geldkoffer: Weil sich diese Vorkommnisse ereigneten, während Juan Carlos I. im Amt war, kann er juristisch nicht belangt werden. Umso überraschender war sein Umzug in die Vereinigten Arabischen Emirate im August 2020. Manche Medien sprechen von Flucht. Publizist José Antonio Zarzalejo sieht es anders:
"Das war nicht seine Idee, sondern eine Entscheidung seines Sohnes und des Regierungschefs. Juan Carlos hat ja keine Verfassungsfunktion mehr, er hat keine formale Beziehung mehr zur Regierung. Er ist nur noch Teil der Königsfamilie, der Chef dieser Familie ist König Felipe VI., der Rest schuldet ihm Gehorsam."

Die Monarchie radikal refomieren

Welche Zukunft hat die Monarchie in Spanien? Das linke Hintergrundmagazin Context hat zusammen mit anderen Onlinemedien eine repräsentative Studie in Auftrag gegeben. Dort geben die Spanier der Krone und König Felipe VI. immer noch die Note mangelhaft - immerhin ein leichter Aufwärtstrend gegenüber 2013. Miguel Mora, Chefredakteur von Context, gibt aber auch zu bedenken: Ein neuer Konsens zugunsten einer Republik als Staatsform ist auch nicht in Sicht:
"Die Spanier sagen in der Umfrage, dass die Krone radikal reformiert werden muss. Sie muss transparenter werden, moderner, mit weniger Privilegien. Die Monarchisten sehen in der Umfrage eine Attacke gegen die Monarchie. Das ist sie nicht. Die Krone sollte sie als Arbeitspapier verstehen. Die Monarchie muss sich reformieren."