Antisemitismus
Jüdischer Student scheitert mit Klage gegen Berliner Uni

Ein jüdischer Student ist vor dem Verwaltungsgericht mit einer Antisemitismus-Klage gegen die Freie Universität gescheitert.

    Der Schriftzug "Freie Universität Berlin" ist an der Fassade eines Uni-Gebäudes auf dem Campus der FU angebracht.
    Die Klage eines jüdischen Studenten gegen die Freie Universität Berlin ist gescheitert (Archivbild). (Monika Skolimowska / dpa / Monika Skolimowska)
    Das Gericht wies die Klage als unzulässig ab. Zur Begründung hieß es, das Berliner Hochschulgesetz verpflichte die Universität zwar, Diskriminierungen vorzubeugen und sie zu beseitigen. Mit diesem gesetzlichen Auftrag sei jedoch kein individuell einklagbares Recht verbunden. Gegen die Entscheidung kann Berufung beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden.
    Anlässlich des Terrorangriffs der Hamas vom Oktober 2023 auf Israel und des darauffolgenden israelischen Militäreinsatzes im Gazastreifen war es auf dem Hochschulgelände zu Diskussionen, Raumbesetzungen und körperlichen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Gruppierungen gekommen.
    Diese Nachricht wurde am 24.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.