
Brorhilker sagte im Interview der Woche des Deutschlandfunks, ein Grund dafür sei der Föderalismus mit vielen schlecht vernetzten Behörden. Hinzu kämen wenig spezialisiertes Personal und insgesamt starre Verwaltungsstrukturen. Gleichzeitig agierten Täter mit hochspezialisierten Anwaltsteams und gezielten Verwirrungstaktiken. Dies sorge für ein deutliches Ungleichgewicht. Schätzungen zufolge entgingen dem Staat dadurch jährlich rund 100 Milliarden Euro. Dies entspreche etwa einem Fünftel des gesamten Staatshaushalts, sagte Brorhilker.
Die ehemalige Oberstaatsanwältin hatte wegen sogenannter Cum-Ex-Geschäfte, also schwerer Steuerhinterziehung, gegen Banken ermittelt. Inzwischen arbeitet sie für den Verein „Bürgerbewegung Finanzwende”.
Diese Nachricht wurde am 21.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
