Nach Waffenruhe im Iran
Kartellamtspräsident pocht auf sinkende Spritpreise an Zapfsäulen

Der Präsident des Bundeskartellamts, Mundt, hat die Mineralölkonzerne aufgefordert, die Preise für Benzin und Diesel rasch zu senken.

    Andreas Mundt ist Präsident des Bundeskartellamtes. Er steht vor dem Sitz seiner Behörde und einem Schild mit Bundesadler.
    Der Präsident des Bundeskartellamt, Andreas Mundt (picture alliance / dpa / Roberto Pfeil)
    Er sagte dem "Handelsblatt", die wegen der Waffenruhe im Iran gesunkenen Ölpreise müssten sich auch an den Zapfsäulen widerspiegeln. Mundt wies zugleich Kritik zurück, dass das Bundeskartellamt von neuen Befugnissen bisher nicht Gebrauch gemacht habe, um Regelverstöße der Unternehmen zu ahnden. Dafür brauche es belastbare Belege, sagte Mundt. Das gehe nicht innerhalb weniger Tage.
    Bundestag und Bundesrat hatten im März ein Gesetz gebilligt, wonach das Kartellamt bei Hinweisen auf unangemessen hohe Kraftstoff-Preise leichter gegen Unternehmen vorgehen kann. Der ADAC kritisierte, dass die Behörde dennoch untätig bleibe und in einer Beobachterrolle verharre.
    Diese Nachricht wurde am 09.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.