Dienstag, 07.04.2020
 
Seit 20:00 Uhr Nachrichten
StartseiteSternzeitDer Sternenhimmel des Jahres01.01.2020

Keine Finsternis, aber eine große KonjunktionDer Sternenhimmel des Jahres

Das neue Jahr präsentiert sich ausgesprochen finsternisarm. Zwar gibt es eine ringförmige Sonnenfinsternis in Afrika und Asien und eine totale in Südamerika – in Mitteleuropa aber ist von beiden nichts zu sehen. Beim Mond sieht es noch schlechter aus.

Von Dirk Lorenzen

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Schönes Foto einer totalen Sonnenfinsternis, aber Stifters Text ist viel deutlicher (NASA)
Astronomischer Höhepunkt des Jahres ist eine totale Sonnenfinsternis, die am 14. Dezember 2020 unter anderem in Chile und Argentinien zu sehen ist (NASA)

Beim Mond kommt es weder zu einer partiellen noch zu einer totalen Finsternis. Dafür läuft der Mond viermal durch den Halbschatten der Erde. Doch nur beim ersten Mal – am 10. Januar – ist das von Europa aus zu verfolgen. Allerdings fallen Halbschattenfinsternisse des Mondes kaum auf.

Dafür wird 2020 ein großes Planetenjahr. Bis in den Mai hinein zeigt sich die Venus als glänzender Abendstern. In der zweiten Jahreshälfte ziert sie dann als Morgenstern den Osthimmel vor Tagesanbruch.

Die dunklen Mondmeere sind deutlich weniger von Kratern zernarbt als die hellen Hochlandregionen (NASA/Galileo)Gleich der erste Vollmond des Jahres, am 10. Januar, wandert durch den Halbschatten der Erde (NASA/Galileo)

Mars, unser äußerer Nachbar, strahlt auffallend rötlich in den Herbstnächten. Am sommerlichen Abendhimmel leuchten die beiden Riesenplaneten Jupiter und Saturn. Bis kurz vor Weihnachten nähern sich die beiden immer mehr an. Am 21. Dezember stehen sie so dicht nebeneinander, dass im Teleskop im selben Blickfeld sowohl die Jupitermonde als auch die Saturnringe zu sehen sind – ein spektakulärer Anblick, der sich erst im Jahr 2080 wieder bieten wird.

In der Raumfahrt stehen 2020 mindestens vier wichtige Starts an: SpaceX und Boeing möchten endlich wieder Menschen von Cape Canaveral aus ins All bringen. Die ESA hofft, dass sich ihr Marsrover "ExoMars" auf den Weg macht – und geht alles nach Plan, so startet im Dezember Europas neue Rakete Ariane 6.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk