Kölner VokalsolistenPassions-Responsorien

Der Tod des Menschensohns und die Verwüstung der Heiligen Stadt: Beides steht thematisch im Mittelpunkt der Karwoche. Und beides hat bis heute nicht an Anziehungskraft für Komponistinnen und Komponisten verloren. Die Kölner Vokalsolisten verbinden verschiedene Zeitstile.

Am Mikrofon: Klaus Gehrke | 29.03.2021

Kölner Vokalsolisten, fotografiert in Köln, die drei Sängerinnen und die drei Sänger sitzen auf Holzkisten, tragen überwiegend dunkle Kleidung und schauen in die Kamera.
Die Kölner Vokalsolisten haben ihren Repertoire-Schwerpunkt in der vokalen Kammermusik des 20. und 21. Jahrhunderts, sie kombinieren aber gerne verschiedene Stile zu einem bestimmten Thema. (Christian Palm)
Seit dem 4. Jahrhundert sind in der Liturgie der Westkirche so genannte Responsorien nachgewiesen, Wechselgesänge zwischen einem Vorsänger und der Gemeinde. Besonders viele Responsorien gibt es zu den Tagen am Ende der Karwoche.
Für ihr Programm "Call and Response" wählten die Kölner Vokalsolisten Werke von Thomas Tallis, Carlo Gesualdo di Venosa und Tomas Luis de Victoria aus und kombinierten sie mit neuen Stücken von Catalina Rueda und Frank Stanzl.
Deren Kompositionen traten in der romanischen Kölner Kirche St. Andreas in einen spannungsvollen Dialog mit Motetten und Lamentationen aus dem 16. Jahrhundert.
zamus - Kölner Fest für Alte Musik
Thomas Tallis
Lamentations of Jeremiah, Teil 1 und 2
Carlo Gesualdo di Venosa
In monte Oliveti
Ecce vidimus eum
Tomas Luis de Victoria
aus: Lamentationes Ieremiah
Vau. Et egressus est
Iod. Manum suam
aus: Officium Hebdomedae Sanctae
Eram quasi agnus
Judas, mercator pessimus
Catalina Rueda
Staub (UA)
Frank Stanzl
klag lied (UA)
Kölner Vokalsolisten
Aufnahme vom 11. November 2020 in der Kirche St. Andreas, Köln