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StartseiteKonzertdokument der WocheFremde / Heimat 03.02.2019

Komponieren im ExilFremde / Heimat

In der Fremde heimisch werden: Diesem Spagat waren und sind zahllose Menschen ausgesetzt, die vor Krieg und Verfolgung in ihren Ländern fliehen. Ein Projekt der Bochumer Symphoniker setzt dies mit Kompositionen aus verschiedenen Zeiten und Welten orchestral in Klang.

Am Mikrofon: Klaus Gehrke

Die Bochumer Symphoniker stehen versammelt auf einer Treppe (Christoph Frein)
Engagiert für besondere Themen: die Bochumer Symphoniker unter Steven Sloane (Christoph Frein)

Nouri Iskandar
A Savage Hymn

Vítězslava Kaprálová
Konzert für Klavier und Orchester d-Moll op. 7

Béla Bartók
Konzert für Orchester Sz 116

Hussain Atfah, Bariton
Yejin Gil, Klavier
Bochumer Symphoniker
Dirigent: Steven Sloane

Aufnahme vom 27.10.2018 im Anneliese Brost Musikforum Ruhr, Bochum

Die Bochumer Symphoniker und ihr Chefdirigent Steven Sloane veranstalteten Ende Oktober 2018 eine Themenwoche unter dem Motto "Fremde / Heimat". Das Komponieren im Exil beleuchtete das Konzert im Anneliese Brost Musikforum sowohl in historischer als auch aktueller Hinsicht.

Der syrische Komponist Nouri Iskandar flüchtete vor dem Bürgerkrieg in seiner Heimat nach Schweden; dort schrieb er im Auftrag der Bochumer Symphoniker "A Savage Hymn", das syrische Musiktraditionen mit europäischen Einflüssen kombiniert.

Auch Béla Bartók floh vor dem drohenden Zweiten Weltkrieg ausUngarn in die USA; in New York entstand sein letztes großes Instrumentalwerk, das "Konzert für Orchester". Die hochbegabte junge tschechische Komponistin Vítězslava Kaprálová schrieb ihr Klavierkonzert zwar noch in Brünn, sie sollte nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in die Tschechoslowakei 1938 nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren.

Diese Sendung finden Sie nach Ausstrahlung 30 Tage lang in unserer Mediathek.

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