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StartseiteSpielweisenVon Venedig nach Österreich25.11.2020

Komponist Pietro Andrea ZianiVon Venedig nach Österreich

Einst wurde er in Venedig und Wien als Opernkomponist gefeiert, heute sind die Werke von Pietro Andrea Ziani weitgehend in Vergessenheit geraten. Das Festival "Hortus magicus" lud 2019 mit dem Ensemble "Societas Incognitorum" nach Tschechien zum Wiederentdecken ein.

Am Mikrofon: Klaus Gehrke

Blick auf das Schloss in Kroměříž, dahinter ist noch der Kirchturm der Schlosskapelle sichtbar. Von aussen ist es ein schlichtes rechteckiges Gebäude aus hellem Stein, mit rotem Dach, der Eingang ist ein kleiner Laubengang mit 4 Bögen. Davor befindet sich ein grüner Rasen mit kunstvoll geschnittenen Hecken   (CTK)
Das Schloss und der Park in Kroměříž (Kremsier) sind UNESCO-Weltkulturerbe. Einige der prunkvollen Räume der Residenz dienen dem Festival "Hortus magicus" u.a. als Veranstaltungsort. Hier hatte auch einige Jahre Heinrich Ignaz Franz Biber gewirkt. (CTK)
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Von Venedig nach Wien und wieder zurück: Die Lagunenstadt und die Donaumetropole waren die beiden wichtigsten Stationen im Leben des italienischen Komponisten Pietro Andrea Ziani. 1616 in Venedig geboren, machte Ziani sich zunächst als Organist einen Namen. Später feierte man ihn in Wien als Opernkomponisten.

Beim 2015 gegründeten Alte-Musik-Festival "Hortus magicus" im tschechischen Kremsier stand im vergangenen Jahr unter anderem der Kirchen- und Kammermusiker Ziani im Fokus. Das Vokal- und Instrumentalensemble "Societas Incognitorum" stellte in der hochbarocken Kirche St. Johannes der Täufer unter anderem eine seiner Messen sowie zwei Sonaten à quattro vor.

Mit seinem Namen erinnert das Ensemble an die "Gesellschaft derer Unbekannten Gelehrten". Diese Gelehrtengesellschaft gründete sich im Spätbarock und widmete sich im Sinne der Aufklärung den Naturwissenschaften, wie auch der Geschichte, der Philologie, Literatur und den deutschen und slawischen Sprachen. 

Pietro Andrea Ziani
Sonata à 4 op. 7 Nr. 9 für 2 Violinen, Violoncello und Basso continuo
Missa für Soli, Chor, Streicher und Basso continuo
Sonata à 4 op. 7 Nr. 10 für 2 Violinen, Violoncello und Basso continuo
"Lauda Jerusalem" für fünf Stimmen

Societas Incognitorum
Leitung: Eduard Tomaštík

Aufnahme vom 8.8. 2019 in der Kirche St. Johannes der Täufer in Kroměříž, Tschechien

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