Irankrieg
Kretschmer: Hohe Energiepreise gefährlich für Verbraucher und Wirtschaft - USA erlauben Kauf russischen Erdöls vorübergehend

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hat sich besorgt wegen der hohen Energiepreise geäußert und ein rasches Ende des Irankriegs gefordert. Man müsse den Konflikt so schnell wie möglich beenden, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Unterdessen erlauben die USA den Verkauf von russischem Erdöl vorübergehend.

    Ministerpräsident Michael Kretschmer steht vor zwei Mikrofonen.
    Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (picture alliance / imageBroker / Sylvio Dittrich)
    Die hohen Energiepreise seien extrem gefährlich für Verbraucher und Wirtschaft. Kretschmer lobte das Vorgehen der Bundesregierung, um den Anstieg der Kraftstoffpreise zu dämpfen, wie etwa den Einsatz des Kartellrechts oder die Freigabe von Teilen der nationalen Erdölreserve. Er wollte sich nicht zu der Frage äußern, ob auch Deutschland die Sanktionen gegen Russland lockern sollte.

    US-Finanzministerium erteilt Ausnahmegenehmigung

    Die US-Regierung erlaubt vorübergehend den Kauf von russischem Rohöl und russischen Erdölprodukten. Das Finanzministerium in Washington erteilte eine Ausnahmegenehmigung. Finanzminister ‌Bessent begründete das mit der Stabilisierung der Energiemärkte. Präsident Trump hatte diese Woche mit Kreml-Chef Putin telefoniert. Der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten, Dmitrijew, forderte eine weitere Lockerung der Restriktionen.
    Seitens der G7-Staaten, denen die USA angehören, hieß es zunächst, eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland sei ausgeschlossen. Hintergrund ist die wegen des Iran-Kriegs angespannte Lage am Energiemarkt. Die Ölpreise notierten kurz nach Mitternacht erneut etwas höher im Vergleich zum Vortag: Ein Barrel, also 159 Liter, der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Mai kostete knapp 102 US-Dollar. Die Preise bewegen sich auf dem höchsten Niveau seit fast vier Jahren. Iranische Drohungen lassen die Sorgen vor einer längeren Blockade der Straße von Hormus wachsen. Die jüngst bewilligte Freigabe von Ölreserven der Internationalen Energieagentur blieb bisher ohne größere Wirkung.
    Bundeswirtschaftsministerin Reiche erwägt derweil staatliche Eingriffe bei der Erdgasversorgung. Man prüfe geeignete Kriseninstrumente, sagte die CDU-Politikerin dem Handelsblatt.

    Weitere Informationen:

    Newsblog zum Krieg im Nahen und Mittleren Osten
    Diese Nachricht wurde am 13.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.