Strafrecht
Krings (CDU) lehnt Entkriminalisierung des Schwarzfahrens ab

Aus der Union kommt deutliche Kritik am Vorschlag von Bundesjustizministerin Hubig, sich für eine Entkriminalisierung des Schwarzfahrens einzusetzen.

    Der Häftling schaut es dem vergitterten Fenster seiner Zelle. Man sieht ihn von hinten.
    Häftling, der wegen mehrfachen Schwarzfahrens eine Gefängnisstrafe erhielt. (Paul Welch Guerra)
    Der CDU-Politiker Krings sagte der "Rheinischen Post" aus Düsseldorf, ohne das Strafrecht ergäben Kontrollen keinen Sinn mehr. In der Folge gäbe es mehr Passagiere ohne Tickets. Um das auszugleichen, müssten die Fahrpreise steigen. Auch dürften Kontrolleure eine verdächtige Person nur deshalb festhalten, bis die Polizei am Ort sei, weil das Schwarzfahren eine Straftat sei.
    Die SPD-Politikerin Hubig hatte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" gesagt, aus ihrer Sicht sprächen gute Gründe für eine Entkriminalisierung. Durch die Verfahren würden viele Ressourcen in der Justiz gebunden, die man sinnvoller einsetzen könne.
    Diese Nachricht wurde am 07.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.