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StartseiteKultur heute"Abwertung der Kultur auf europäischer Ebene"12.09.2019

Kritik an neuer EU-Kommission"Abwertung der Kultur auf europäischer Ebene"

Den bisherigen Kommissar für Bildung und Kultur soll es im Team von Ursula von der Leyen nicht mehr geben. Verschiedene Verbände kritisieren diese Entscheidung. Die Kultur komme auf europäischer Ebene viel zu kurz, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, im Dlf.

Olaf Zimmermann im Gespräch mit Änne Seidel

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Die desingnierte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellt ihre Wunschkandidaten für die Ressorts vor. (dpa-Bildfunk / AP / Virginia Mayo)
Die desingnierte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat ihre Wunschkandidaten für die Ressorts vorgestellt. Ein Kommissar mit dem Titel "Kultur" ist nicht dabei (dpa-Bildfunk / AP / Virginia Mayo)
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In dieser Woche hat die künftige Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, ihr Team vorgestellt. Den bisherigen Kommissar für Bildung und Kultur soll es in Zukunft nicht mehr geben. Stattdessen soll die neue Kommissarin für Innovation und Jugend, Marija Gabriel, sich unter anderem um den Schutz des kulturellen Erbes und um die Förderung der Kreativindustrie kümmern.

"Ich glaube es ist gut und richtig, dass wir jetzt auch ein bisschen poltern, damit auch sie weiß, auch wenn sie den Begriff Kultur quasi nicht in ihrem Namen trägt, ist es doch wichtig, was sie im Kulturbereich letztendlich macht", sagte Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats.

"Kultur kommt viel zu kurz"

Auch der Musikrat übte Kritik an der Entscheidung. Der Bühnenverein sprach von einem schlechten Signal für Europa. "Praktisch kommt ja jetzt schon die Kultur viel zu kurz auf europäischer Ebene", kritisierte Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, im Dlf. Dass nun Kultur im Titel des Kommissars gestrichen werde, das sei "eine weitergehende Abwertung der Kultur auf europäischer Ebene".

Die jetzige Debatte könnte aber auch eine Chance sein, so Olaf Zimmermann: "Vielleicht besteht ja jetzt die Chance, wenn wir uns jetzt über den Namen, die Bezeichnung, streiten, dass wir dann auch nochmal über die Inhalte reden, nämlich dass wir eigentlich ja ein europäisches Kulturprojekt ja doch verteidigen wollen und dafür muss es auch eine gemeinsame europäische Kulturförderung geben."

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