Nach Trump-Drohungen gegen den Iran
Kritik vom UNO-Menschenrechtsrat und von Kirchenvertretern

Der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Türk, warnt nach den jüngsten US-Drohungen gegen den Iran vor schweren Völkerrechtsverletzungen.

    Volker Türk, UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, spricht in ein Mikrofon.
    UNO-Menschenrechtskommissar Türk (Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa)
    Er verurteile insbesondere die Drohungen von Präsident Trump, eine ganze Zivilisation auszulöschen und zivile Infrastruktur anzugreifen, sagte der österreichische Diplomat in Genf. Und wörtlich: "Das ist widerlich." Die Umsetzung solcher Drohungen komme schwersten Völkerrechts-Verbrechen gleich.
    Der Weltkirchenrat erklärte, Trumps bewusste Grenzüberschreitung in der Rhetorik sowie die Verstöße gegen Recht und Ethik in Konflikten stünden in Widerspruch zu dem Bestreben, Frieden und Sicherheit in der Welt zu suchen. Der Weltkirchenrat gehört zu den weltweit größten Vereinigungen christlicher Kirchen.
    Papst Leo XIV. bezeichnete die Drohungen gegen das iranische Volk als inakzeptabel. Bürger in aller Welt müssten ihre gewählten politischen Vertreter bitten, dem Krieg ein Ende zu setzen.

    Weiterführende Informationen

    Über die aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg halten wir Sie auch in einem Newsblog auf dem Laufenden.
    Diese Nachricht wurde am 07.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.