Autoindustrie
Künstliche Intelligenz steht auf der Messe "Auto China" erneut im Mittelpunkt

In der chinesischen Hauptstadt Peking hat die Messe "Auto China 2026" begonnen. Sie gehört zu den größten Branchenevents der Welt. Die deutschen Hersteller, die auf dem chinesischen Markt zunehmend unter Druck geraten, wollen auf der Messe unter anderem neue Modelle mit mehr Assistenzsystemen und KI-Funktionen präsentieren.

    Das Foto zeigt die Präsentation eines neuen Modells von Mercedes auf einer Bühne bei der Messe "Auto China 2026".
    Mercedes bei der Präsentation eines neuen Automodells auf der Messe "Auto China 2026". (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Ng Han Guan)
    Nach Ansicht der Branchenexpertin Beatrix Keim vom Center Automotive Research trifft der Messe-Auftakt auf einen Markt, der deutlich an Dynamik verloren hat und sich in einer Konsolidierungsphase befindet.
    Besonders problematisch sei der seit Jahren andauernde Preiskampf. Viele Hersteller hätten ihre Autos immer billiger angeboten, teils so günstig, dass kaum noch Geld damit zu verdienen gewesen sei. Inzwischen ist das auch zu einem politischen Thema geworden: Die Behörden gehen schärfer gegen den aus ihrer Sicht ruinösen Preiswettbewerb vor. 
    Für die deutschen Hersteller werde es damit erneut "ein hartes Jahr", so Keim. Ein richtiges Comeback hält sie erst ab 2027 für möglich. Voraussetzung sei, dass die neuesten Modelle bei den Kunden gut ankommen würden. 

    Vernetzung steht im Mittelpunkt

    Passend zum Messemotto "Zukunft der Intelligenz" werden auf der Messe viele Entwicklungen gezeigt, bei denen die Künstliche Intelligenz eine Rolle spielt. So präsentiert Mercedes seinen "Navigation Guided Assist", der das Auto selbst von Punkt A nach Punkt B fahren lässt. Noch in diesem Jahr plant der Konzern, die Software landesweit anzubieten. Viele chinesische Hersteller tun das allerdings schon länger.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Wirtschaft: Start der Automesse in Peking
    Diese Nachricht wurde am 24.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.