
Ein Vertreter der autonomen kurdischen Verwaltung erklärte, die Gespräche in Damaskus seien gescheitert, da die Regierung eine bedingungslose Kapitulation der Kurden gefordert habe. In den vergangenen Tagen hatten syrische Regierungstruppen bei einer Offensive in der Großstadt Aleppo und im Nordosten des Landes Kämpfer der kurdisch geführten SDF-Miliz aus mehreren bisher von ihnen beherrschten Gebieten vertrieben.
Am Sonntag verkündete der syrische Übergangspräsident al-Scharaa dann einen Waffenstillstand und gab ein Abkommen mit den Kurden bekannt. Ungeachtet dessen meldeten beide Seiten neue Gefechte.
IS-Mitglieder entkommen aus Gefängnissen
Als Folge der Kämpfe sollen in der Stadt Asch-Schaddadi zahlreiche Mitglieder der IS-Terrormiliz aus einem Gefängnis ausgebrochen sein. Nach Angaben des syrischen Innenministeriums handelt es sich um rund 120 IS-Terroristen, die SDF-Miliz sprach von bis zu 1.500 Ausgebrochenen.
Machtverlust für die Kurden
In der Region haben die Kurden seit 2016 zahlreiche Gefängnisse und Internierungslager eingerichtet, in denen sich nach Schätzungen unter anderem rund 11.000 ehemalige IS-Kämpfer mit ihren Familien befinden sollen.
Damaskus drängt auf eine Eingliederung der autonom geführten kurdischen Verwaltungen im Nordosten in die staatliche Ordnung.
Diese Nachricht wurde am 20.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.






