
Sie müssten perspektivisch zu einem Ende kommen, wenn die neuen Regeln am Freitag in Kraft träten, sagte der innenpolitische Sprecher Fiedler der Mediengruppe Bayern und verwies auf den Koalitionsvertrag. Nach dem 12. Juni könne man die Binnengrenzkontrollen schrittweise zurückfahren und dort beginnen, wo es nicht so oft zu irregulären Grenzübertritten komme. Die Union hält dies für zu früh. Ihr innenpolitischer Sprecher Throm betonte, mögliche Effekte der GEAS-Reform seien keinesfalls über Nacht zu erwarten. Man müsse abwarten. Dreh- und Angelpunkt werde sein, ob sich Länder wie Italien und Griechenland an die Regeln hielten. Ähnlich äußerte sich die Deutsche Polizeigewerkschaft. Bundesinnenminister Dobrindt wies eine sofortige Beendigung der Grenzkontrollen bereits zurück.
Die europäische Asylreform soll am Freitag in Kraft treten. Sie enthält zahlreiche Verschärfungen und zielt darauf ab, dass weniger Asylsuchende in die EU kommen. Die EU appellierte zuletzt an alle Mitgliedstaaten, die Neuregelungen nicht scheitern zu lassen. Binnengrenzkontrollen sind im Schengenraum eigentlich nicht vorgesehen.
Diese Nachricht wurde am 09.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
