Großbritannien
Premierminister Burnham vergibt Schlüsselposten im Kabinett

Der neue britische Premierminister Burnham hat kurz nach seiner Ernennung damit begonnen, sein Kabinett zusammenzustellen. Unter anderem wird der frühere Verteidigungsminister Healey neuer Finanzminister.

    Premierminister Andy Burnham (r.) empfängt in der Downing Street 10 den neuen Finanzminister Healey. Beide stehen vor einem Kamin und reichen sich die Hand.
    Premierminister Andy Burnham (r.) empfängt in der Downing Street 10 den neuen Finanzminister Healey. (IMAGO / Avalon.red / IMAGO / Ben Perry / B66 / Avalon)
    Healey hatte das Kabinett vor ein paar Wochen aus Protest gegen den Kurs von Burnhams Vorgänger Starmer verlassen. Außenminister wird der bisherige Energieminister Miliband, der von 2010 bis 2015 Labour-Parteichef war. Innenministerin bleibt Shabana Mahmood. Die bisherige Finanzministerin Reeves und der frühere Vize-Regierungschef und Justizminister Lammy wurden von Burnham entlassen. Der Sozialdemokrat war am Nachmittag von König Charles zum neuen Premierminister ernannt worden.

    Burnham kündigt Reformvorhaben an

    In seiner Antrittsrede kündigte der frühere Bürgermeister des Großraums Manchester unter anderem eine Reform des Bildungssystems, eine Stärkung der Industrie und den Bau von Sozialwohnungen an. Außerdem erklärte er, Großbritannien werde die Ukraine im Krieg gegen Russland weiterhin unterstützen. Burnham betonte, die Menschen hätten die Nase voll von der Politik. Die Politiker müssten wieder bessere Arbeit machen.

    Gratulation aus Brüssel und Berlin

    EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen gratulierte Burnham zum Amtsantritt und erklärte, sie freue sich auf eine stärkere Partnerschaft mit Großbritannien. Bundeskanzler Merz betonte die tiefe Verbundenheit mit dem Land.
    Burnham folgt auf Starmer, der im Juni wegen schlechter Ergebnisse bei den Regional- und Kommunalwahlen zurückgetreten war. Der frühere Bürgermeister von Manchester war am vergangenen Freitag zum neuen Labour-Vorsitzenden gewählt worden.
    Diese Nachricht wurde am 20.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.