
Falls nötig, werde er Unterstützung schicken, sagte Trump bei einer Veranstaltung in Memphis im Bundesstaat Tennessee. Konkreter wurde der Präsident nicht. Seit Montag sind bereits Einsatzkräfte der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE unterstützend im Einsatz.
Der Krankenstand von Kontrollmitarbeitern an den Flughäfen war zuletzt massiv gestiegen. Für das Heimatschutzministerium fehlt seit fast 40 Tagen ein Haushalt. Demokraten und Republikaner streiten im Kongress über die Finanzierung insbesondere wegen ICE. Deren Razzien gegen Migranten hatten vor Monaten eine Welle des Protests im Land hervorgerufen. Der Unmut wurde noch größer, als zwei Bürger im Januar in Minnesota bei ICE-Einsätzen erschossen wurden. Die Demokraten fordern mehr Regeln für ICE-Beschäftigte.
Im Normalfall haben in den USA die Bundesstaaten die Kontrolle über die Nationalgarde, die eine militärische Reserveeinheit und Teil der Streitkräfte ist. Für die Hauptstadt Washington, die rechtlich kein eigener Bundesstaat ist, gelten Sonderregeln. Die Nationalgarde kann etwa bei Naturkatastrophen, Unruhen oder Notfällen im Inneren eingesetzt werden. In bestimmten Situationen kann der Präsident das Kommando übernehmen - etwa, wenn eine Rebellion gegen die Autorität der Regierung droht oder im Gange ist. Es ist deshalb fraglich, ob Trump überhaupt die Autorität hätte, die Soldaten der Nationalgarde an Flughäfen zu entsenden.
Diese Nachricht wurde am 24.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
