
In einem Podcast des Magazins "Stern" sagte der SPD-Politiker, Pharmakonzerne trieben die Forschung an Ebola-Impfstoffen nicht voran, weil sie nicht lukrativ sei. Vor allem die US-amerikanische Regierung unter Präsident Trump habe viel Schaden angerichtet. Die von den USA finanzierte Impfstoffforschung sei stark eingebrochen. Das führe dazu, dass vor Ort die amerikanischen Spezialisten fehlten, die zu den besten Pandemieexperten der Welt zählten.
In Deutschland gebe es nur eine geringe Gefahr eines Ebola-Ausbruchs, betonte Lauterbach. Es müsse natürlich zu denken geben, wenn solche Zoonosen, also von Tieren auf den Menschen übertragenen Erreger und Krankheiten, zunähmen, doch der aktuelle Ausbruch sei für Deutschland und Europa nicht gefährlich.
Mehr Ebola-Fälle in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda
Wie der Generaldirektor des Zentrums für Seuchenkontrolle der Afrikanischen Union, Kaseya, dem britischen Sender BBC sagte, gibt es mittlerweile mehr als 100 Tote und fast 400 Verdachtsfälle in beiden Ländern. Man arbeite mit den betreffenden Regierungen zusammen, um eine Ausbreitung zu verhindern, so Kaseya.
Die Weltgesundheitsorganisation hatte am Sonntag den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen, um die Unterstützung der Staatengemeinschaft zu mobilisieren. Sie stellte zugleich klar, dass es sich nicht um einen Pandemie-Alarm handele. Das Ebola-Fieber ist eine hochansteckende schwere Infektion.
Lesen Sie hier: Ebola-infizierter US-Bürger wird zur Behandlung nach Deutschland gebracht.
Lesen Sie hierzu auch die Einschätzung des Charité-Mediziners Gertler, der das Ausmaß der Ebola-Epidemie im Kongo als „extrem besorgniserregend“ einstuft.
Lesen Sie hierzu auch die Einschätzung des Charité-Mediziners Gertler, der das Ausmaß der Ebola-Epidemie im Kongo als „extrem besorgniserregend“ einstuft.
Diese Nachricht wurde am 19.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
