Donnerstag, 21.01.2021
 
Seit 00:05 Uhr Fazit
StartseiteSport am Wochenende"Happy, starten zu dürfen"09.08.2020

Leichtathletik-Meisterschaften"Happy, starten zu dürfen"

Zehnkämpfer Kai Kazmirek startete bei den Deutschen Meisterschaften in drei Einzeldisziplinen. Mit dem Event in Braunschweig war er zufrieden, bezeichnete es im Dlf als "Leuchtturm" und hofft nun für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in den Wettkampfmodus zu kommen.

Kai Kazmirek im Gespräch mit Astrid Rawohl

Kai Kazmirek fliegt beim Weitsprung durch die Luft. (imago images / Chai v.d. Laage)
Kai Kazmirek bei den Deutschen Meisterschaften 2020 (imago images / Chai v.d. Laage)
Mehr zum Thema

Speerwurf-Trainer Obergföll "Die Messlatte ist hoch gelegt"

Hürdenläuferin Jackie Baumann "Die Wettkämpfe waren nur noch eine Belastung"

Regel 50 der Olympischen Charta Die Stimmen der Protestbewegung werden lauter

ISTAF in Berlin Leichtathletik-Meeting darf mit Zuschauern stattfinden

Athletenvereinigung Athletics Association "Athleten müssen eine Stimme haben"

Einen Zehnkampf gab es bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften nicht. Deshalb trat Zehnkämpfer Kai Kazmirek über 400 Meter, 110 Meter Hürden und im Weitsprung an. "Ich war erstmal sehr, sehr happy, dass ich überhaupt starten durfte", sagt Kazmirek. Es sei nicht um Bestleistungen gegangen. "Es ging darum, dass man wieder Wettkämpfe machen darf, dass man überhaupt weiß, wo man steht."

Viele Sportler seien froh, dass die Wettkämpfe wieder begonnen haben. Kazmirek freut sich besonders mit Blick auf die Olympischen Spiele im kommenden Jahr, wieder ín den Wettkampfmodus zu kommen.

Kai Kazmireksteht an einer Hürde (imago images / Chai v.d. Laage)Der Zehnkämpfer Kai Kazmirek (imago images / Chai v.d. Laage)

Der Kritik von Speerwerfer Johannes Vetter an Sportlern, die nicht nach Braunschweig kamen, schließt sich Kazmirek an. Er teile die Sorge um die Reputation der deutschen Leichtathletik und finde es schade für die Zuschauer, gerade weil nach diesen erschwerten Trainingsbedingungen keine große Erwartungshaltung geherrscht habe: "Es wäre versöhnlich gewesen, wenn es keine Topleistungen gegeben hätte."

Dennoch erklärt Kazmirek auch, warum sich manche Sportler und Sportlerinnen gerade jetzt in besonders guter Verfassung fühlten. Sie hätten ohne Druck im Training andere Dinge ausprobieren und Verletzungen auskurieren können. Besonders im Gegensatz zur ansonsten hohen Belastung der Athleten.

Den Abgang von deutschen Sportlerinnen und Sportlern in die USA kann Kazmirek nur in Einzelfällen nachvollziehen. "Wir haben ein sehr gutes Studienangebot, wir haben sehr viele gute, hauptamtliche Trainer", sagt der Mehrkämpfer und sieht die deutsche Leichtathletik generell sehr gut aufgestellt.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk